Das alte Jahr geht dem Ende entgegen. Das neue Jahr startet nicht nur mit guten Vorsätzen, sondern auch mit neuen Regelungen rund um das Autofahren. Hierzu zählen neue Anforderungen bei Winterreifen, das Notrufsystem eCall sowie eine richtungsweisende Entscheidung zum Thema Dieselfahrverbote. In diesem Beitrag erfährst Du, welche Änderungen für Autofahrer 2018 gelten.

Zu Silvester blicken die meisten zurück auf das vergangene Jahr und fragen sich gleichzeitig, was wohl das neue Jahr bringen wird. Für Autofahrer bringt es wichtige Gesetzesänderungen bei den Themen Sicherheit und Umweltschutz.

Winterreifen nur noch mit Alpinsymbol

Die erste Neuerung gilt gleich zum 01.01.18. Neu produzierte Winter- und Ganzjahresreifen dürfen dann nur noch mit dem sogenannten Alpinsymbol (Berg mit Schneeflocke) verkauft werden. Reifen mit der bisherigen Kennzeichnung „M+S“ gelten dann nicht mehr als Winterreifen. Für bereits hergestellte Reifen gilt übrigens eine Übergangsfrist bis Ende September 2024, so dass Du Dein Auto nicht gleich auf neue Reifen umrüsten musst. Es empfiehlt sich aber beim Kauf von neuen Winter- oder Ganzjahresreifen auf die neue Kennzeichnung zu achten.

Höhere Bußgelder für nicht angepasste Bereifung

Neben der Kennzeichnung greift zum Jahreswechsel eine weitere Gesetzesänderung bei Winter- und Ganzjahresreifen. Wird ein Fahrer im Winter ohne geeignete Bereifung erwischt, muss dieser mit einer höheren Strafe von 75 € (statt bisher 60 €) sowie einen Punkt in Flensburg rechnen. Außerdem wird nun zusätzlich auch der Fahrzeughalter zur Verantwortung gezogen.

eCall wird in neuen Autos Pflicht

Ab dem 1. April 2018 greift eine neue EU-Veordnung, nach der alle ab dann in der EU zugelassenen Neuwagen über ein automatisches Notrufsystem (eCall) verfügen müssen. eCall ist kostenfrei und sendet nach einem schweren Unfall automatisch wichtige Informationen zum Crash, wie beispielsweise Standort, Unfallzeitpunkt, Fahrtrichtung und Anzahl der Insassen, über eine verbaute Mobilfunkeinheit an die nächste Notrufzentrale. Hierdurch sollen Einsatzkräfte schneller und gezielter Hilfe leisten können.

Neue Schadstoffklassen

Ab September 2018 gilt für Neufahrzeuge die neue Schadstoffklasse 6c. Die verschärfte Abgasnorm hat zur Folge, dass sowohl neue Benzin- als auch Dieselfahrzeuge mit zusätzlichen Abgasreinigungsanlagen ausgerüstet werden müssen. Bei Benziner mit Direkteinspritzung wird dies ein Rußpartikelfilter sein. Dieselfahrzeuge müssen mit zusätzlicher Technik zur Stickoxidreduzierung ausgestattet werden.

Veränderungen bei der KFZ-Steuer

Für neue Autos, die ab 01.09.18 ihre Typenzulassung erhalten, ändert sich die Ermittlung der KFZ-Steuer. Die Berechnung der KFZ-Steuer erfolgt zwar immer noch auf Basis von Hubraum und CO2-Ausstoß. Allerdings werden für den CO2-Austoß nicht mehr die Abgaswerte nach NEFZ-Zyklus herangezogen, sondern die Werte des WLTP-Messverfahrens. Da bei der realistischeren WLTP-Messung höhere CO2-Werte ermittelt werden, ist folglich mit einer höheren KFZ-Steuer zu rechnen.

Kommen in 2018 Dieselfahrverbote?

Eine der spannendsten Änderungen für Autofahrer 2018 ist wohl das Thema Dieselfahrverbote. Die Bundesregierung hat gemeinsam mit der Automobilindustrie verschiedene Initiativen gestartet, um Fahrverbote in Städten und Gemeinden zu vermeiden.

Richtig spannend wird es am 22. Februar, wenn das Oberverwaltungsgericht in Leipzig über Fahrverbote in Stuttgart entscheidet. Das Verwaltungsgericht in Stuttgart hatte bereits 2017 entschieden, dass die bisher von der Stadt ergriffenen Maßnahmen zur Feinstaub- und Stickoxidreduzierung nicht ausreichen und deswegen ab 2018 Fahrverbote für Dieselautos gelten müssten. Hiergegen hat die Landesregierung Revision eingelegt, so dass nun in der letzten Instanz das Bundesverwaltungsgericht über Fahrverbote in Stuttgart entscheiden muss. Das Urteil gilt als Richtungsweisend in diesem Thema.

 

Abschließend wünsche Dir in jedem Fall einen guten Start in 2018!

 

Text: AS
Foto: AS

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