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Als einer der letzten europäischen Hersteller ist auch Alfa Romeo mit dem Stelvio in 2017 in den SUV-Markt eingestiegen. Optisch und auch technisch nimmt der Stelvio dabei Anleihen bei der Alfa Romeo Guilia. Ob er sich mit dem aktuell stärksten Benzinmotor auch genauso agil fährt und mit welchen Qualitäten der Alfa Romeo Stelvio noch aufwarten kann, verrate ich Dir in diesem Fahrbericht.

Die italienischen Autobauer sind eigentlich dafür bekannt, schöne und sportliche Autos zu bauen. Für mich ist es deswegen etwas abwegig, einen SUV eines italienischen Herstellers zu kaufen. Wenn ich an geländetaugliche Autos bzw. SUVs denke, kommen mir eher Autohersteller aus Großbritannien oder den USA in den Sinn. Warum sollte ich also zu einem Händler von italienischen Autos gehen, wenn britische und amerikanische Automarken viel näher liegen würden. Die Frage ist also, können Italiener gute SUVs bauen?

Alfa Romeo Stelvio: In der Optik erfreulich eigenständig

Zu allererst spricht das Design für den Alfa Romeo Stelvio. Er fällt optisch aus dem Rahmen der anderen SUVs bekannter europäischer, asiatischer und amerikanischer Hersteller. Die Front nimmt noch starke Anleihen bei der Alfa Romeo Guilia. Von der Seitenansicht bis zum Heck gehen die Designer jedoch eigene Wege und haben dem SUV Kurven angedichtet, wie es nur Italiener können. Besonders gelungen ist für mich das Heck, mit seinen deutlichen Strukturen im Kofferraumdeckel und den im Gegensatz dazu rundlich-grazilen Rückleuchten. So wirkt der Alfa Romeo Stelvio  erfrischen eigenständig und fällt im Straßenbild positiv auf.

Alfa Romeo Stelvio 2.0 Tubro Super Fahrbericht

Im Innenraum hatten die Designer weniger freie Hand. So entspricht das Design von Armaturenbrett und Mittelkonsole weitestgehend der bekannte Formensprache der Guilia. Für mich ist das keineswegs von Nachteil, denn mir gefällt das Interieurdesign der Guilia sehr gut. Überraschend gut ist für mich auch die Materialauswahl und Verarbeitung. Auch wenn sich nicht alle Materialien so hochwertig anfühlen und die Spaltmaße nicht immer so akkurat sind wie in einem Audi, wirkt auf mich doch alles sehr ansprechend. Außerdem konnte ich beim Fahren kein Klappern oder Knarzen feststellen.

Alfa Romeo Stelvio 2.0 Tubro Super Fahrbericht

Überzeugende Verarbeitung und viel Platz im Innenraum

Das Armaturenbrett wird dominiert von den klassischen Rundinstrumenten sowie dem großen Display des Infotainments. Die Bedienung des Infotainments folgt einer Mischung von BMWs iDrive- und Audis MMI-System. Die Bedienung klappt nach einiger Eingewöhnung recht gut, auch wenn das System schneller auf Eingaben reagieren könnte.

Ein weiterer Pluspunkt des Alfa Romeo Stelvios sind die großzügigen Platzverhältnisse. Vorne nehmen Fahrer und Beifahrer auf haltstarken Sitzen Platz. Auf der hinteren Sitzbank kommen Erwachsene ebenfalls kommod unter und fühlen sich auch auf längeren Autobahnetappen wohl. Der Kofferraum bietet regulär ein Volumen von 505 Liter und kann bis auf 1.260 Liter vergrößert werden. Somit lässt sich darin locker Urlaubsgepäck für einen längeren Roadtrip unterbringen.

Alfa Romeo Stelvio 2.0 Tubro Super Fahrbericht

Bärenstarker Benziner mit 280 PS

Unter dem schicken Blechkleid werkelt der aktuell stärkste Vierzylinder-Benziner mit 2,0-Liter Hubraum und Turboaufladung. Der Motor leistest 280 PS. Damit schafft der Alfa Romeo Stelvio den Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,7 Sekunden. Die Beschleunigung endet bei 230 km/h. Der Motor hängt hervorragend am Gas und entfaltet seine Kraft gleichmäßig. Dabei gehört der Vierzylinder eher zu den laufruhigen Artgenossen. Gekoppelt ist der Motor an die bereits oft gelobte Achtgangautomatik von ZF. Sie arbeitet schnell und unauffällig, so dass manuelle Schalteingriffe für mich nicht erforderlich sind.

Alfa Romeo Stelvio 2.0 Tubro Super Fahrbericht

Einwandfreie Traktion dank Allrad

Der von mir gefahrene Alfa Romeo Stevlio verfügt über den Allradantrieb „Q4“. Erfreulicher Weise ist der SUV damit hecklastig ausgelegt, so dass in brenzligen Situationen den Vorderrädern mehr Antriebskraft zugebilligt wird. Zusammen mit der direkten Lenkung lässt sich der Italiener damit wunderbar durch Kurven dirigieren. Das sportliche Fahrverhalten wird noch befördert durch eine straffe Federung, die dennoch genug Komfortreserven bietet. Der Stelvio überzeugt außerdem bei zügigen Ausfahrten sowie Bremsmanövern mit Stabilität und Sicherheit. Fahrerherz, was willst Du mehr?

Gelungener Einstand in das Segment der SUVs

Anders als beim Maserati Levante ist es den Italienern beim Alfa Romeo Stelvio gelungen, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden. Der Stelvio bietet außen ein eigenständiges und zugleich ansprechendes Design. Im Inneren überzeugt er mit einem schicken Cockpit sowie großzügigen Platzverhältnissen. Dazu gesellt sich ein laufruhiger und starker Diesel sowie ein sportliches Fahrverhalten. Sieht man von kleinen Ungereimtheiten, wie dem trägen Navigationssystem ab, bekommt man mit dem Alfa Romeo ein tolles SUV zu Preise ab rund 30.000,- €. Um die Frage aus der Überschrift aufzugreifen: Ja, die Italiener können SUV – sogar richtig gut! Einen Marktüberblick zum Alfa Romeo Stelvio 2.0 Turbo 16V Super Q4 kannst Du Dir wie immer mit meiner vorkonfigurierten Suche verschaffen.

Leistungsdaten des von mir gefahrenen Alfa Romeo Stelvio 2.0 Turbo 16V Super Q4

Motor:Vierzylinder-Benzinmotor
Kraftübertragung:Achtgang-Automatikgetriebe
(Allradantrieb)
Hubraum:1.995 cm³
max. Leistung:206 kW / 280 PS
Beschleunigung von 0-100 km/h:5,7 s
Durchschnittsverbrauch auf 100 km (kombiniert):7,9 l
Höchstgeschwindigkeit:230 km/h
Abmessungen (L x B x H):4.687 x 1.903 x 1.648 mm

Text: AS
Fotos: AS

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