Ein Auto richtig zu fotografieren, ist gar nicht so schwer. Mit wenigen Handgriffen und Tricks kannst Du Dein Auto gekonnt in Szene setzen und zum Beispiel tolle Fotos für eine Verkaufsanzeige machen. Dafür ist weder spezielle Ausrüstung erforderlich, noch musst Du dafür einen Profi engagieren. In diesem Beitrag teile ich mit Dir meine Fotografie-Tipps, wie Du in vier einfachen Schritten Dein Auto fotografieren kannst.

Ich verwende für die meisten Aufnahmen in meinem Blog eine digitale Systemkamera. Allerdings habe ich auch schon viele gute Fotos mit dem Handy gemacht und hier veröffentlicht. Wenn Du ein Auto fotografieren möchtest, solltest Du also ein Handy oder eine Digitalkamera zur Hand haben. Außerdem empfehle ich Dir zwei Putztücher einzupacken, denn ein gutes Fotoshooting beginnt immer mit dem Herrichten des Fotomodells.

1. Vor dem Auto fotografieren: Das Fotomodell herrichten

Damit Dein Auto auf den Bildern so richtig blitzt und blinkt, ist zunächst eine gründliche Autowäsche angesagt. Also führt der Weg zunächst zur Waschanlage, um den Wagen von außen gründlich reinigen zu lassen. Da die Waschanlagen das Auto nie vollständig abtrocknen, empfehle ich Dir mit den Tüchern das Auto trocken zu reiben. So vermeidest Du unschöne Lachen und Wasserflecken auf dem Lack. Anschließend geht es an die Reinigung des Innenraums. Hier gilt es Staub auf dem Armaturenbrett, der Mittelkonsole sowie den Verkleidungsteilen abzuwischen. Anschließend werden mit dem Staubsauger die Sitze sowie der Fußraum vom Schmutz befreit.

Für möglichst neutrale Fotos rate ich Dir alle zusätzlichen Dinge möglichst aus dem Innenraum zu entfernen. Hierzu gehören Duftbäume genauso wie irgendwelcher Krimskrams, der sich in den Ablagefächern angesammelt hat.

Wenn Du Dein Auto besonders gründlich sauber machen möchtest, dann schau in meinen früheren Ratgeberbeiträgen mit Tipps für die Autowäsche sowie meiner Kurzanleitung für die Reinigung des Innenraums vorbei.

2. Standort und Licht sind für gute Fotos entscheidend

Nach der Grundreinigung des Autos kommen wir nun zum Fotoshooting. Um möglichst gute Fotos mit satten Farben und Kontrasten schießen zu können, brauchst Du gutes Licht. Bei einer dichten Wolkendecke oder gar Regenwetter wirkt schnell alles trist. Ein  sonniger Tag – gern auch mit einigen Wattewolken am Himmel – ist am besten für ein Fotoshooting geeignet.

Neben dem Wetter ist der Standort für gute Fotos entscheidend. Eine lebhafte Straße mit vielen Fußgängern lenkt schnell vom eigentlichen Motiv ab. Ich empfehle Dir einen leeren Parkplatz oder eine Nebenstraße im Industriegebiet aufzusuchen. Hier hast Du nicht nur Ruhe beim Fotoshooting, sondern findest meist auch einen neutralen Hintergrund, vor dem Du Dein Auto fotografieren kannst. Besonders geeignet sind hier Wiesen, schlichte Gebäude oder eine neutrale Hauswand.

3. Das Auto perfekt in Szene setzen

Für gute Fotos ist das Auto richtig im Licht und auf den Parkplatz zu positionieren. Ich empfehle Dir, dass Auto möglichst vor einem neutralen, ruhigen Hintergrund und gegen die Sonne zu parken. Bevor Du den Motor abstellst, solltest Du die Vorderräder eine Lenkradumdrehung einschlagen. So kommen die Räder gut zur Geltung.

Kommen wir zunächst zu den Außenaufnahmen. Diese gelingen am besten von schräg vorn, schräg hinten sowie direkt von vorn und hinten. Besonders dynamische Fotos erhältst Du übrigens, wenn Du die Kamera auf Höhe des Autos hältst. Den Blitz solltest Du bei Außenaufnahmen abschalten, da die Nummernschilder stark reflektieren und dadurch den Rest des Autos überstrahlen.

Hier einige Beispiele von meinem letzten Fotoshooting:

  • Auto fotografieren Ratgeber
    Perspektive schräg vorn

Bei Innenaufnahmen ist es dagegen ratsam für zusätzliche Beleuchtung zu sorgen. Hier kannst Du beispielsweise das Schiebedach öffnen oder den Kamerablitz nutzen. Sofern möglich, solltest Du den Kamerablitz in den Einstellungen etwas herunterregeln oder abdunkeln (z.B. mit Butterbrotpapier). Fotos vom Innenraum mache ich meist durch die geöffneten Türen. Um zusätzlich das Armaturenbrett gut ablichten zu können, setze ich mich auf die Rücksitzbank und fotografiere mittig durch die Vordersitze.

Abschließend noch ein zusätzlicher Tipp: Mache aus jeder Perspektive mindestens zwei Fotos, damit Du bei einer verwackelten Aufnahme noch eine Alternative parat hast.

4. Etwas Nachbearbeitung ist immer gut

Wenn Du mit dem Auto fotografieren fertig bist, empfehle ich Dir die Bilder nachzubearbeiten.
So mache ich mindestens immer das Nummernschild unkenntlich. Dies kannst Du in einfachen Bildbearbeitungsprogrammen mit einer rechteckigen Box überdecken. Alternativ kannst Du das Nummernschild im Bild markieren und mit einem Filter (Mosaik oder Weichzeichner) verfälschen.

Darüber hinaus bearbeite ich zusätzlich noch den Bildausschnitt. Für mich hat es sich bewährt immer den goldenen Schnitt einzuhalten (mehr dazu kannst Du bei Wikipedia erfahren). Außerdem korrigiere ich noch Licht, Farbe und Kontrast. So bieten beispielsweise gute Bildbearbeitungsprogramme die Möglichkeit den Hintergrund getrennt vom Vordergrund zu verändern, um auf diese Weise beispielsweise die Farbe des Autos besser zur Geltung zu bringen.

Sicherlich konntest Du Dein Auto fotografieren und hast nun tolle Fotos für ein Poster oder eine Verkaufsanzeige. Ich wünsche Dir jedenfalls gutes Gelingen!

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade „Meine Fotografie-Tipps“ von Steflei Fotografie.

 

Text: AS
Fotos: AS

2 Kommentare

  1. Schöne Tipps. Mir gefällt die Erklärung der Perspektiven gut. Da man manchmal echt ratlos vor einem Auto steht und merkt durch die Kamera sieht es nicht genauso aus. Daher sind die Perspektiven entscheidend. Finde ich.

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