Nicht gerade wenig Menschen fahren ungern in der Dunkelheit Auto. Eingeschränkte Sicht, blendender Gegenverkehr und mangelnde Konzentration sind die Hauptfaktoren am Abend und in der Nacht, die für ein Unwohlsein des Fahrers sorgen können. Mit den richtigen Tipps kannst Du Dir jedoch das Autofahren bei Dunkelheit angenehmer gestalten.

Das Autofahren bei Dunkelheit ist auch für mich anstrengender als am Tage. In der Dunkelheit weiß man nicht, ob man alles rechtzeitig sieht um in brenzlichen Verkehrssituationen angemessen reagieren zu können. Gegenverkehr mit blendenden Scheinwerfern und/oder schlechtes Wetter mit Niederschlägen verschlechtern die Sicht noch zusätzlich. Da ist am Steuer noch mehr Konzentration gefordert, die den Fahrer wiederum schneller ermüden lässt. Was kannst Du also tun, um Autofahrten bei Nacht für Dich so angenehm wie möglich zu gestalten. In diesem Beitrag möchte ich Dir fünf Tipps mit auf den Weg geben.

Tipp 1: Für funktionierende Beleuchtung und klare Sicht sorgen

Damit das eigene Auto gut für andere Verkehrsteilnehmer zu sehen ist, sollten prinzipiell alle vorgeschriebenen Lampen am Auto korrekt funktionieren. Dazu zählen insbesondere das Abblend- und Fernlicht an der Fahrzeugfront sowie die Rückleuchten am Heck des Autos. Insbesondere die Frontscheinwerfer sollten korrekt eingestellt sein, damit der Gegenverkehr bei Fahrten mit Abblendlicht nicht unnötig geblendet wird. Außerdem gilt es dafür zu sorgen, dass alle Lampen von Blinker und Bremsleuchten einwandfrei funktionieren und nicht verschmutzt sind.

Natürlich gilt es auch alle anderen Dinge, die die Sicht im Fahrzeug einschränken, abzustellen. Dazu gehören für mich beispielsweise verschmutzte Scheiben, Steinschläge in der Frontscheibe sowie Anhängsel und Dekoration im Fahrzeuginnenraum (z.B. der Duftbaum am Innenspiegel).

Tipp 2: Beleuchtung und Scheinwerfer korrekt einsetzen

Um in der Dunkelheit alles Notwendige sehen zu können und gleichzeitig den Gegenverkehr so wenig wie möglich zu blenden, sollten die Scheinwerfer am Auto sowie die Beleuchtung bestmöglich genutzt werden. So sollte mindestens das Abblendlicht bei eintretender Dämmerung eingeschaltet werden. Das Fernlicht ist zu nutzen, wenn es beispielsweise außerhalb geschlossener Ortschaften notwendig ist mehr zu sehen. Gerade auf dunklen Landstraßen, die einen schwierigen Straßenverlauf haben oder auf denen mit Hindernissen (wie z.B. Wild – siehe hierzu auch meinen Beitrag zu Wildwechsel) zu rechnen ist, sollte das Fernlicht eingeschaltet werden. Bei entgegenkommendem Verkehr gilt es jedoch frühzeitig abzublenden, damit andere Fahrer nicht unnötig geblendet werden. Nebellampen sowie Nebelschussleuchten sollten nur bei entsprechender Witterung gemäß der StVO genutzt werden (siehe hierzu auch meinen Ratgeberbeitrag zu Fahrten bei Nebel).  

Tipp 3: Beim Autofahren bei Dunkelheit: Assistenzsysteme nutzen

Viele moderne Autos verfügen inzwischen über diverse Assistenzsysteme. So können beispielsweise Spurhalteassistenten oder Spurverlassenswarner den Fahrer bei Fahrfehlern unterstützen. Dynamisches Licht sorgt für eine bessere Nutzung der vorhandenen Fahrzeugbeleuchtung. Die Verkehrsschilderkennung erinnert an das einzuhaltende Tempolimit. Und die Notbremsassistenten verhindern in Ernstfällen schlimmere Unfälle. In jedem Fall sollte der Fahrer die vorhandenen Systeme als mögliche Unterstützung bei Autofahrten bei Nacht in Erwägung ziehen und bei Bedarf aktivieren.

Tipp 4: Geschwindigkeit den Sichtbedingungen anpassen

Lässt der Gegenverkehr, der Straßenverlauf oder die Witterung keine bessere Nutzung des Lichts zu oder ist die Sicht dadurch zusätzlich eingeschränkt, sollte die Geschwindigkeit des eigenen Autos reduziert werden. So bleibt bei brenzligen Situationen im Zweifel mehr Zeit zum Reagieren und/oder zum rechtzeitigen Bremsen bei plötzlich auftretenden Hindernissen.

Tipp 5: Regelmäßig Pausen einlegen

Das fehlende Licht, die blendenden Scheinwerfer des Gegenverkehrs sowie die notwendige Konzentration am Steuer können den Fahrer schneller ermüden lassen. Daher ist es angeraten gerade bei längeren Fahrten regelmäßig Pausen einzulegen. Merkst Du z.B. das Deine Augen beginnen zu zufallen, solltest Du Dir einen geeigneten Parkplatz suchen und (sofern möglich) einen Fahrerwechsel durchführen. Solltest Du allein unterwegs sein, kann auch ein kurzes Nickerchen im parkenden Auto vor der Weiterfahrt sinnvoll sein.  

Es versteht sich von selbst, dass auf Alkohol- und Drogenkonsum vor dem Autofahren bei Dunkelheit in jedem Fall zu verzichten ist. Auch auf Genussmittel mit aufputschender Wirkung, wie beispielsweise Energiedrinks, sollte verzichtet werden. Diese führen zwar kurzzeitig zu mehr Aufmerksamkeit bzw. Konzentration. Dafür ist aber der Abfall der eigenen Leistungsfähigkeit danach umso größer.

Nicht alles ist schlecht bei Autofahrten bei Nacht

Das Autofahren bei Dunkelheit hat für mich allerdings nicht nur Nachteile. So sind aufgrund der oben genannten Bedingungen nachts in der Regel weniger Autos unterwegs, so dass man die leeren Straßen zum Beispiel für eine staufreie und zügige Reise nutzen kann – z.B. bei der nächsten Fahrt in den Urlaub.  

Außerdem können andere Fahrgäste während beim Autofahren bei Dunkelheit die Zeit für ein Nickerchen nutzen. Auf diese Weise lenken sie den Fahrer weniger ab oder können bei eintretender Müdigkeit des Fahrers das Steuer übernehmen.

Die zwei oben genannten Dinge sorgen dafür, dass ich ruhiger und aufmerksamer unterwegs bin. So können mich beim Autofahren bei Dunkelheit weniger Dinge ablenken und ich kann mich beispielsweise beim Hören von Musik ganz der Autofahrt hingeben.

Wie hältst Du es mit dem Autofahren bei Dunkelheit? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Was hilft Dir dabei Autofahrten bei Nacht gut zu meistern? Teile Deine Erfahrungen mit mir und hinterlasse einen Kommentar mit Deinen Gedanken und Ideen.

Text: AS
Foto: pixabay.com / EvgeniT (CC0)

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