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Der Hyundai Ioniq 5 fällt auf. Mit seinem futuristischem Blechkleid und seinem ungewöhnlichem Lichtdesign sticht er aus der Masse der Fahrzeuge heraus. Was ihn als Elektroauto auszeichnet und womit der Hyundai Ioniq 5 noch überzeugen kann, erfährst Du in diesem Fahrbericht.

Vergessen sind die Tage, an denen sich niemand nach einem Hyundai auf deutschen Straßen umdrehte. Heute wissen die Koreaner mit extravagantem Design und einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis zu überzeugen. Als ich mit dem Hyundai Ioniq 5 auf den Berliner Straßen unterwegs bin, drehten sich die Leute jedenfalls nach dem koreanischen Elektromobil um. Dies liegt sicherlich an der imposanten Erscheinung des Ioniq 5.

Größer als gedacht

Auch wenn der Hyundai auf Fotos kompakt wirkt, ist er mit 4,64 m Länge, 1,89 m Breite und 1,61 m Höhe eine stattliche Erscheinung. Damit überragt er einen aktuellen VW Golf deutlich. Der Hyundai steht eher wie ein SUV als ein normaler Kompaktwagen auf der Straße.

Das Design wirkt markant und geradlinig und dennoch an einigen Stellen verspielt. So nutzen die Koreaner gezielt Kniffe im Blech und unterschiedliche Farbapplikationen, um dem Design Tiefe zu geben und den Wagen weniger bullig wirken zu lassen.

Hyundai Ioniq 5 im Fahrbericht

Auffällig ist die breite Schnauze des Koreaners mit den Voll-LED-Scheinwerfern. Unter den Scheinwerfern sind Metallapplikationen angebracht, die die Scheinwerfer optisch etwas nach hinten rücken. In der Seitenansicht dominieren scharfe Kniffe im Blech, die bei Lichteinfall ein “Z” in die Flanke zeichnen. Mit farblich abgesetzten Kunststoffverkleidungen an Schwellern und Radhäusern soll die Höhe des Fahrzeugs kaschiert werden. Das Heck folgt dem Frontdesign mit den Applikationen und lässt den Wagen breit auf der Straße stehen. In Summe ist der Hyundai Ioniq 5 durchaus interessant anzusehen und zieht deswegen vermutlich die Blicke auf sich.

Mercedes-Benz lässt grüßen

Im Innenraum geht es da schon etwas gewöhnlicher zu. Fahrer und Beifahrer nehmen vor einem breiten Armaturenbrett Platz, auf dem zwei große Bildschirme thronen. Irgendwie erinnert mich das stark an Mercedes-Benz. Neben Lüftungsdüsen, einer separaten Steuerungseinheit für die Klimaanlage sowie einer Schalterleiste links und rechts vom Lenkrad wirkt das Cockpit sehr reduziert. Die Materialauswahl und -verarbeitung ist solide – mehr aber auch nicht. Viele verbaute Materialen sollen laut Prospekt aus recycelten Rohstoffen bestehen. Ungewöhnlich ist für mich das Zwei-Speichen-Lenkrad und der daran angebrachte Automatikwählhebel. Beides wirkt nicht wirklich wertig und erinnert mich an die 90iger Jahre.

Hyundai Ioniq 5 im Fahrbericht

Viel Platz im Inneren des Hyundai Ioniq 5

Im Hyundai Ioniq 5 sitzen alle Passagiere eher hoch. Für ein Elektroauto ist dieses Sitzgefühl schon fast normal, da sich im Unterboden der Akku befindet. Auch wenn man als Fahrer dadurch einen besseren Überblick hat, fehlt mir die Verbundenheit zur Straße. Das Gepäckabteil ist zwar mit rd. 500 Litern groß, lässt sich aber aufgrund der sehr schrägen Heckscheibe nicht sehr hoch beladen. Im Fond fällt mir noch die besonders üppige Beinfreiheit auf – kein Wunder bei einem Radstand von fast drei Metern.

Durch Radstand und Gewicht guter Fahrkomfort

Der üppige Radstand trägt ebenso wie das hohe Gewicht zu einem hohen Fahrkomfort bei. So gleitet der Hyundai Ioniq 5 auf der Autobahn komfortabel über Unebenheiten und lässt sich nur schwer aus der Ruhe bringen. Dafür fehlt es dem Koreaner auf kurvigen Landstraßen an Sportlichkeit. Hier wirkt der Ioniq 5 schwerfällig und träge. Die schwere Batterie lässt sich halt nicht ohne weiteres kaschieren (siehe hierzu auch meinen Fahrbericht zum Audi e-Tron).

Gerade für die Langstrecke ist noch der verbaute “Highway Driving Assistent 2” interessant. In dem System sind Spurhalte-Assistent, Tempolimiterkennung sowie ein Abstandstempomat integriert. Damit fährt der Hyundai fast wie von alleine, hält Tempolimits ein und kann unter Idealbedingungen sogar Überholmanöver selbsttätig durchführen. Erfreulicher Weise gehört diese Assistenzarmada bereits zur Basisausstattung.

Heckantrieb oder Allradantrieb stehen zur Wahl

Hyundai Ioniq 5 im Fahrbericht

Fehlt noch ein Blick auf den Antrieb. Unter der Motorhaube ist jedenfalls nichts zu sehen – außer einem Staufach.

In der von mir gefahrenen Version verfügt der Hyundai über Heckantrieb und einen 217 PS starken Elektromotor. Damit beschleunigt der Ioniq 5 in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Abgeregelt wird immer bei 185 km/h. Weitere Ausbaustufen des Elektroantriebs sind neben einer 170 PS Version mit Heckantrieb noch Versionen mit 235 oder 305 PS – dann jeweils mit Allradantrieb.

Besonders angenehm empfinde ich übrigens das Fahren im Ioniq 5 mit dem „One-Pedal-Mode“. Hierbei beschleunigt oder bremst der Fahrer ausschließlich mit dem Gaspedal. Sobald das Gaspedal gelupft wird, beginnt der Wagen automatisch zu bremsen bzw. zu rekuperieren. Gerade im Stadtverkehr ist dieser Fahrmodus ideal. Er lässt sich im Koreaner allerdings auch mittels Lenkradpaddel abschalten.

Laden wie im Premiumsegment

Wichtig für ein Elektroauto ist natürlich das Ladeverhalten und die Reichweite. Für den Hyundai Ioniq 5 stehen zwei unterschiedliche Batteriegrößen zur Wahl – 58 kWh oder 72,6 kWh. Damit ist eine Reichweite (nach WLTP) von 362 bis 485 km möglich. Wie der Porsche Taycan verfügt der Ioniq 5 über die 800-Volt-Schnellladetechnik, mit der sich der Akku bis zu 80 Prozent innerhalb von knapp 20 Minuten füllen lässt. Damit sollte der Reichweitenangst genüge getan sein.  

Viel Elektroauto für einen angemessenen Preis

Mit dem Platzangebot, Antrieb, Akkukapazität und Lademöglichkeiten hat der Hyundai Ioniq 5 durchaus Erstwagenqualitäten. Wie bereits eingangs geschrieben, ist Hyundai für sein gutes Preis-Leistungsverhältnis bekannt – so auch beim Ioniq 5. Wer sich mit dem eingeschränkten Kofferraum, dem futuristischen Design sowie dem Fahrverhalten anfreunden kann, bekommt das Basismodell des Hyundai Ioniq 5 bereits ab rund 42.00,- € (abzgl. Umweltprämie). Einen Marktüberblick kannst Du Dir wie immer mit meiner vorkonfigurierten Suche verschaffen.

Leistungsdaten des von mir gefahrenen Hyundai Ioniq 5

Motor:Sechszylinder-Boxermotor
Kraftübertragung:Sechsgang-Handschaltung
(Heckantrieb)
Hubraum:3.600 m³
max. Leistung:210 kW / 286 PS
Beschleunigung von 0-100 km/h:5,3 s
Durchschnittsverbrauch auf 100 km (kombiniert):11,5 l
Höchstgeschwindigkeit:275 km/h
Abmessungen (L x B x H):4.245 x 1.735 x 1.300 mm

Text: AS
Fotos: AS

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