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Der VW T-Roc 1.6 TDI ist das Basismodell des Kompakt-SUVs mit Dieselmotor von Volkswagen. Der T-Roc ergänzt die Produktpalette der Wolfsburger unterhalb des begehrten VW Tiguans. Mit klassischen Tugenden beim Fahren, allerdings mit mauer Materialqualität soll der VW T-Roc auf Kundenfang gehen. Ob ihm das gelingen kann, kläre ich in diesem Fahrbericht.

Autos mit hoher Karosserie und leichter Offroadoptik sind immer noch heiß begehrt. Kein Wunder also, dass Volkswagen sein Sortiment an SUVs weiter ausbaut. Seit einiger Zeit bieten die Wolfsburger neben dem inzwischen erwachsenen Tiguan den kleineren VW T-Roc an, der weitestgehend auf dem Golf basiert. Was der VW T-Roc kann und was nicht, kläre ich in diesem Fahrbericht.

Optisch hüllt sich der VW T-Roc in bekannte Gewänder

VW T-Roc 1.6 TDI Fahrbericht

Optisch folgt der VW T-Roc dem großen Bruder Tiguan. Schmale, geradlinige Scheinwerfer und Rückleuchten, Kotflügel mit Kunststoffumrandung – der SUV ist damit eindeutig als ein Spross aus dem VW-Konzern zu erkennen. Im Vergleich zum Tiguan gibt sich der T-Roc jedoch etwas gedrungener und steht damit flacher auf der Straße. Insbesondere die Chromspange, die der Dachlinie folgt, sorgt für einen sportlichen Auftritt. Insgesamt ist der T-Roc für meinen Geschmack ein durchaus gefälliges Auto.

Innen orientiert sich der VW T-Roc weniger am Tiguan und geht bei der Gestaltung des Armaturenbretts eigene Wege. Dennoch lässt sich der T-Roc schnell und gut bedienen. Als geübter VW-Fahrer findet man sich zügig zurecht. Leider ist auch in diesem aktuellen Produkt des VW-Konzerns das neue Spardiktat zu spüren.

VW T-Roc 1.6 TDI Fahrbericht

An vielen Hecken wurde versucht unauffällig zu sparen

Wie schon zuletzt beim Audi A3 fällt mir erneut die maue Materialqualität auf. Was früher noch weicher Kunststoff im Innenraum war, ist heute schnödes Hartplastik. Insbesondere an den Türverkleidungen im Fonds wird das Spardiktat deutlich, da die Zierleisten hier nur im billigen Hartplastik eingeprägt sind und anders aussehen als vorn. Das Sparen wird auch an anderen Stellen im Auto bemerkbar. So hört die Lackierung mit Farblack an den Rändern unter der Motorhaube auf. Von Innen bzw. Unten ist die Motorhaube nur noch mit so genanntem Füller lackiert. Außerdem fällt mir negativ der Haltestab auf, der die Motorhaube offen halten soll. Bei früheren VW-Modell gab es hier noch einen Haubenlifter.

Großzügiger Innenraum im VW T-Roc 1.6 TDI

Überraschend großzügig gibt sich der VW T-Roc im Innenraum. Erwachsene finden nicht nur vorn ausreichend Platz, sondern auch hinten. Auf der Rückbank lässt es sich gut für kleinere Etappen aushalten. Natürlich hält der T-Roc hier noch etwas Respektabstand zum größeren Bruder Tiguan,  der hinten noch mehr Platz bietet. Der Kofferraum bietet mit 445 Litern (ohne Hutablage) ausreichend Platz. Wer sich für den optionalen Subwoofer entscheidet, muss jedoch mit weniger Platz auskommen, weil dieser unter dem Ladeboden viel Raum einnimmt. Als Käufer muss man sich also bewusst entscheiden: Entweder Sound oder Laderaum.

Beim Fahren kann der VW T-Roc nach wie vor überzeugen

Was die VW-Ingenieure Gott sei Dank noch nicht weggespart haben, ist das Talent ein gut abgestimmtes Fahrwerk zu bauen. Der VW T-Roc fährt sich leicht und unproblematisch. Die Federung ist straff und zugleich komfortabel abgestimmt. Die Lenkung ist leichtgängig, bietet aber dennoch genug Rückmeldung.

VW T-Roc 1.6 TDI Fahrbericht

Ebenso angenehm gibt sich der Antrieb. Der Vierzylinder-Diesel läuft angenehm ruhig. Nur beim Kaltstart und beim Anfahren gibt er sich recht knurrig. Dazu passt das gut abgestufte Sechsgang-Schaltgetriebe. Die 115 PS des Basisdiesels sind im Stadtverkehr ausreichend. Auf Landstraßen und Autobahnen wünsche ich mir etwas mehr Leistungen. Ich würde daher zum nächstgrößeren Aggregat mit 150 PS greifen (welches auch im zuletzt von mir gefahrenen Audi A3 verbaut war). Die Gänge des Schaltgetriebes lassen sich übrigens schnell und leicht einlegen. 

Gelungenes Auto mit Abzügen in der B-Note

Mit dem kompakten SUV lässt sich durchaus gut durch die Stadt wieseln. Auch auf Landstraßen und Autobahnen bietet der VW T-Roc angenehmen Komfort. Volkswagen hat also beim T-Roc viel Richtig und wenig falsch gemacht. Auf der Negativliste stehen bei mir nur die maue Materialqualität und die fehlende Liebe zum Detail, die früher VW so ausgezeichnet haben. Viele Kunden scheint das wenig zu stören. Kein Wunder also, dass ich inzwischen im Verkehr immer mehr T-Rocs entdecke. Viele Käufer überzeugt der kompakte SUV offensichtlich – und das trotz gehobener Preise ab rund 25.000 € für einen Neuwagen. Einen Marktüberblick kannst Du Dir wie immer mit meiner vorkonfigurierten Suche verschaffen.

Leistungsdaten des von mir gefahrenen VW T-Roc 1.6 TDI

Motor:Vierzylinder-Dieselmotor
Kraftübertragung:Sechsgang-Schaltgetriebe
(Vorderradantrieb)
Hubraum:1.598 cm³
max. Leistung:85 kW / 115 PS
Beschleunigung von 0-100 km/h:10,9 s
Durchschnittsverbrauch auf 100 km (kombiniert):4,4 l
Höchstgeschwindigkeit:187 km/h
Abmessungen (L x B x H):4.234 x 1.811 x 1.522 mm

Text: AS
Fotos: AS

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