Schon immer faszinierten mich die Autos von Ferrari – ob nun beim Formel 1 Rennen oder auch im Straßenverkehr. Ohne sie gleich zu sehen, hört man sie am unverkennbaren Sound. Zumindest in Berlin sind Ferraris inzwischen nicht mehr so selten. Wenn man ein bisschen aufpasst, kann man öfters einen in Berlin fahren hören und sehen. Aber nur zuzuschauen, war mir zu wenig. Ich wollte unbedingt selbst einen Ferrari fahren. Allerdings eine Probefahrt zu ergattern, ist nicht so einfach möglich.

Woher einen Ferrari zum Fahren nehmen, wenn man keinen Kaufen möchte?

Am besten hat mir immer der Ferrari 360 gefallen. Mit seiner klassischen Linie und dem markanten Heck. Diese Fahrzeuge gibt es gebraucht, z.B. von 2003, ab ca. 65.000,- €. Für ein 14 Jahre altes Auto ein immer noch stolzer Preis. Ich hatte schon ein interessantes Modell bei einem Händler gesehen, aber der Preis ist eben doch sehr hoch. Und dann großes Interesse zu heucheln, nur um einmal Ferrari fahren zu können, das wollte ich nicht.

Also habe ich mich im Netz umgesehen und bald verschiedene Vermietungsfirmen – auch für Ferraris – gefunden. Aber auch hier werden hohe Preise aufgerufen – beispielsweise für einen Tag (mit 100 km inkl.) für 500,- €. Das war mir ebenfalls zu teuer.

Doch dann fand ich bei einem der bekannten Eventanbieter ein Angebot mit 179,- € für einen Ferrari 360 für 30 Min. zum Selbstfahren unter Anweisung eines Instrukteurs. Das habe ich schließlich gebucht und auch telefonisch einen Termin festgelegt.

Der Tag der Tage: Endlich Ferrari fahren

Ich hoffte inständig, dass es am Tag der Ausfahrt nicht regnet. Erfreulicher Weise blieb es trocken – es schien sogar die Sonne. Allerdings bekam ich einen Anruf, dass der gebuchte Ferrari nicht bereit war. Mir wurde aber gleich ein Ersatztermin mit einem Ferrari 430 Spider angeboten – und das hat auch geklappt.

Fahrbericht Ferrari fahren

Das Fahrzeug kam pünktlich zum verabredeten Parkplatz, natürlich in rot und mit offenem Dach. Der Instrukteur war sehr freundlich und erklärte mir nach dem Einsteigen, wie ich Sitz und Spiegel einstelle und wofür all die anderen Knöpfe sind. Als ich dann endlich den Startknopf drücken durfte, lief der Motor nur auf 3 Zylindern. Auf Anweisung des Instrukteurs habe ich den Motor sofort wieder abgestellt und durch langes Drücken des Startknopfes die Maschine dann mit allen Zylindern zum Leben erweckt.

Der ausgesuchte Rundkurs führte über Bundes- und Landstraßen und auch ein kleines Stück Autobahn mit max. 120 km/h. Der Ferrari fuhr sich problemlos mit dem halbautomatischen Getriebe. Beeindruckend waren Sound, Kraft und Beschleunigung des Fahrzeugs, die man zu jeder Zeit gespürt hat.

Eine halbe Stunde fahren ist länger als man denkt. Ich habe jedenfalls ein gutes Feeling dafür bekommen, was es heißt Ferrari zu fahre – auch wenn ich gemäßigt unterwegs war und den Motor nicht auf 8.000 Tour hochgedreht habe. Mit hat es jedenfalls gut gefallen und ich bereue die Ausgabe dafür nicht.

Einmal im Leben sollte man es ausprobiert haben!

Allerdings ist mir auch klar geworden, dass ich mir einen eigenen Ferrari doch nicht kaufen werde. Dazu fällt man mit diesen Autos zu sehr auf. Hinzu kommt, dass es nicht beim hohen Kaufpreis bleibt. Auch die laufenden Kosten für den Unterhalt lassen einen schnell schwindelig werden.

Aber einmal einen Ferrari selbst gefahren zu sein, dass möchte ich nicht mehr missen!

Leistungsdaten des gefahrenen Ferrari F430 Spider

Motor:8-Zylinder-Benzinmotor
Kraftübertragung:6-Gang sequenzielles Getriebe
Hubraum:4.308 cm³
max. Leistung:360 kW / 490 PS
Beschleunigung von 0-100 km/h:4,1 s
Durchschnittsverbrauch auf 100 km (kombiniert):15,2 l
Höchstgeschwindigkeit:311 km/h
Abmessungen (L x B x H):4.512 x 1.923 x 1.234 mm

 

Text: AS
Foto: JF

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