In meinem neuen Beitrag geht es um einen Fahrbericht zum aktuellen VW Passat, den ich als Limousine in der Hybridversion „GTE“ gefahren bin. Als Fan von Verbrennungsmotoren hat mich besonders das technische Zusammenspiel von Elektroantrieb und Verbrennungsmotor beim Passat GTE interessiert. Eines kann ich gleich vorwegnehmen: Ich bin schwer beeindruckt.

Die Karosserie

Optisch gefällt mir die Passat Limousine recht gut. Mich erinnert gerade die Frontpartie mit den Scheinwerfern etwas an BMW.

Im Großen und Ganzen unterscheidet sich die Passat GTE Limousine nur leicht vom Standardmodell. Die wesentlichen Unterschiede im Aussehen sind an der Fahrzeugfront zu finden, wo – ähnlich wie beim Golf GTI – eine zusätzliche Zierleiste angebracht ist. Diese ist im Gegensatz zu den GTI- bei den GTE-Modellen in Blau gehalten. Gerade bei schlichten Außenfarben – wie Weiß oder Silber – bietet sie einen schönen Kontrast. Im Kühlergrill ebenso wie in den vorderen Kotflügeln und auf dem Kofferraumdeckel ist ein „GTE“-Schriftzug eingelassen. Außerdem ist das Tagfahrlicht von den Hauptscheinwerfern in den unteren Bereich des vorderen Stoßfängers gewandert.

Fahrbericht Passat GTE

Ein weiterer Unterschied ergibt sich im Innenraum – konkret im Kofferraum. Da das Batteriepaket für den Hybridbetrieb unter dem Kofferraum angebracht ist, verringert sich entsprechend der Laderaum. Für mich ist der Kofferraum der Limousine mit seinen 402 Litern (laut Prospekt) aber immer noch ausreichend groß.

Der Antrieb

Als ich das erste Mal mit dem Wagen los gefahren bin, war ich sofort beeindruckt. Es ist im Inneren ungewohnt still und man nimmt lediglich das leise Abrollgeräusch der Reifen wahr. Interessanter Weise habe ich mich schnell an die Ruhe bzw. die minimalen Geräusche des Elektroantriebs gewöhnt. Auch wenn der 1,4-Liter-TSI-Motor anspringt, nimmt man dies (zumindest im Stadtverkehr) kaum wahr.

Das Zusammenspiel von Elektro- und Verbrennungsmotor gemeinsam mit dem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und insgesamt 218 PS Systemleistung funktioniert sehr gut: Kein Ruckeln, keine Aufschreien des Verbrennungsmotors bei starkem Gas geben – alles greift harmonisch ineinander.

Während des Fahrens habe ich die unterschiedlichen Fahrmodi des Passat GTE ausprobiert. Der Wagen lässt rein elektrisch, im Hybridmodus (Wechsel von Elektro- und Verbrennungsmotor), im Lademodus (der Verbrennungsmotor läuft permanent und lädt die Batterie) und im GTE-Modus (Elektromotor ist Boost für den Verbrenner) betreiben. Rein elektrisch schafft der Wagen bis zu 130 km/h, ansonsten 225 km/h. Alle Fahrmodi funktionieren wunderbar und haben für mich ihre Berechtigung. Im Stadtverkehr bin ich rein elektrisch gefahren. Auf Landstraßen fand ich den Hybrid- oder den Lademodus ideal. Bei schnellen Autobahnetappen macht der GTE-Modus richtig Spaß.

Ein ungewöhnliches aber durchaus sinnvolles Extra ist meiner Meinung nach der so genannte „E-Sound“. Hierbei wird beim Drücken einer Taste außen ein elektronisches Motorgeräusch erzeugt, dass Fußgänger auf ein sich näherndes E-Auto aufmerksam machen soll. Bei einer Probefahrt mit einem anderen E-Auto habe ich es erlebt, dass Fußgänger sich beim Queren von Straßen oft nur auf ihr Gehör verlassen und dann überrascht sind, wenn plötzlich neben Ihnen ein Elektroauto bremst.

Die Technik

Motor:Hybridantrieb mit 4-Zylinder-Benzinmotor und Elektromotor
Kraftübertragung:Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (Frontantrieb)
Hubraum:1.395 cm³
max. Leistung:160 kW / 218 PS (Systemleistung)
Beschleunigung von 0-100 km/h:7,8 s
Durchschnittsverbrauch auf 100 km (kombiniert):1,8 l (Kraftstoff) / 13,4 kWh (Strom)
Höchstgeschwindigkeit:225 km/h
Abmessungen (L x B x H): 4.767 x 1.832 x 1.456 mm

Das Fahrwerk

Das Fahrwerk und auch die Lenkung sind komfortabel ausgelegt, so dass man problemlos längere Etappen mit dem Passat GTE zurücklegen kann. Meines Wissens orientiert sich das Setup auch hier weitestgehend am Standardmodell.

Der Innenraum

Ähnlich wie das Außendesign unterscheidet sich auch der Innenraum nur dezent vom Standardmodell. Hierzu zählen farbliche Akzente in Blau, z.B. als Zierleiste und Kontrastnähten an Lenkrad und (je nach Ausstattung) an den Sitzen. Da ich Blau als Farbe mag, hat mir das sehr gut gefallen.

Neben den Deko-Elementen hat der Passat GTE im Vergleich zur Ausstattungslinie „Trend“ eine erweiterte Serienausstattung. Hierzu zählen als Highlights die Klimaautomatik, die Ambientebeleuchtung im Innenraum sowie der teilelektrische „ergoComfort“-Fahrersitz.

Fahrbericht Passat GTE

Der Unterhalt

Laut Prospekt sind im rein elektrischen Fahrmodus bis zu 50 km möglich. Ich habe bei meiner eher sportlichen Ausfahrt etwa 33 km elektrisch geschafft. In Kombination mit dem Verbrennungsmotor soll der Passat GTE insgesamt eine Reichweite von etwa 1.000 km haben. Mein Benzinverbrauch lag bei der Ausfahrt bei rd. 6 Litern (laut Bordcomputer).

Für den Wagen kann die seit Juli 2015 ausgelobte Kaufprämie für E- und Hybridautos in Anspruch genommen werden. Diese beträgt beim Passat GTE  3.000 € (1.500 € vom Hersteller (zzgl. MwSt.) sowie 1.500 € vom Staat).

Außerdem ist der Passat GTE berechtigt ein E-Nummernschild zu tragen, was in einigen Städten und Gemeinden Vorteile mit sich bringt. Hierzu zählen z.B. das Nutzen von Busspuren und kostenloses Parken.

In Summe bin ich vom Konzept des Passat GTE begeistert. Der Elektroantrieb hat genug Power für die tägliche Fahrt zur Arbeit. Bei längeren Strecken nutzt man den Wagen dann als Hybrid bzw. überwiegend mit dem Verbrennungsmotor. Im Ergebnis könnte ich mir gut vorstellen diesen Wagen zu kaufen.

 

Text: AS
Fotos: AS

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