Fiat hat die Modellreihe des 500 inzwischen stark ausgeweitet. Neben dem klassischen Zweitürer (500) gibt es inzwischen ein Cabriolet (500C), einen Van (500L) sowie einen SUV (500X). Sascha war zuletzt mit dem SUV Fiat 500X in seinem Urlaub unterwegs und hat über seine Fahreindrücke einen Gastbeitrag geschrieben.

Über Ostern haben wir eine Woche lang den großen Bruder des Fiat 500 getestet – und zwar den SUV Fiat 500X. Direkt vom Flughafen ging es mit dem Fiat als Mietwagen los. Der erste Eindruck war durchaus postiv, auch wenn wir als zunächst am Kofferraum gescheitert sind. Denn es passt nur einer unserer beiden Koffer hinein. Im VW Polo, Oper Corsa und Seat Leon konnten wir bislang unsere beiden Koffer im Heck unterbringen.

Fiat 500X im Fahrbericht

Gute Verarbeitung, aber kleiner Kofferraum

Die Sitze und auch das Cockpit sind gut und wertig verarbeitet. Schalter und Bedienelement sind gut sortiert sowie übersichtlich angeordnet. Ein ausreichend großes Multifunktionsdisplay in der Mitte bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten und dient als kombiniertes Radio und Navigationsgerät.

Ausreichend Zug beim 1,4-Liter-Benziner

Der Fiat liegt satt auf der Straße und nimmt die vielen Kurven der Serpentienen spielend, erfreulich stabil und gleichzeitig geschmeidig. Der 1,4 Liter-Benzinmotor mit seinem 140 PS hat rausreichend Zug, lässt sich mit der Sechsgangschaltung angenehm fahren, surrt jedoch beim bergan fahren ein bisschen wie ein Linienbus. Uns hat es nicht gestört.

Fiat 500X im Fahrbericht

Beim Fiat 500X ist bei der Qualität noch Luft nach oben

Nach mehreren 100 Kilometern Fahrerlebnis zeigten sich dann doch noch einige Schwächen. Obwohl unser Mietwagen noch keine 15.000 km auf der Uhr hatte, fiel bei jedem Schließen der Heckklappe die Hutablage runter, da sie zu wenig Spiel auf den Auflagebolzen hatte. Das geht besser.
Die Distanzanzeige schwankte bei halb vollen Tank zwischen 100 und 400 km Restreichweite, abhängig davon, ob es gerade bergauf oder bergab ging.
Etwas irritiert hat mich zudem die eigentlich nützliche Rückfahrkamera. Die zeigte noch einige Zeit das Bild nach hinten, auch wenn ich schon wieder vorwärts fuhr.
Die Servolenkung ist nicht so leichtgängig wie bei meinem Hyundai Tucson. Und auch bei der Rundumsicht schneidet der Fiat 500X schlechter ab. Das Heckfenster ist sehr schmal und der Holm zwischen Frontscheibe und Tür recht breit. Das beeinträchtigt gerade beim Abbiegen die Sicht.

Fazit

Für einen Ferienwagen hat der Fiat gute Dienste geleistet. Den Alltagstest hat er für mich nicht bestanden. Dafür gab es zu viele Unzulänglichkeiten.

Leistungsdaten des von Sascha gefahrenen Fiat 500X:

Motor:Vierzylinder-Benzinmotor
Kraftübertragung:Sechsgang-Schaltgetriebe (Vorderradantrieb)
Hubraum:1.368 cm³
max. Leistung:103 kW / 140 PS
Beschleunigung von 0-100 km/h:8,6 s
Durchschnittsverbrauch auf 100 km (kombiniert):6,0 l
Höchstgeschwindigkeit:190 km/h
Abmessungen (L x B x H):4.448 x 1.796 x 1.595 mm

Text: Sascha
Fotos: Sascha

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