Mit Feiertagen, Ferien und verlängerten Wochenende sind für einige verbunden mit langen Autofahrten. Da heißt es meist rauf auf die Autobahn und ab in den Urlaub oder zu entfernten Verwandten. Lange Autofahrten mit Kindern können ganz schön anstrengend sein – sowohl für die Kinder als auch die Erwachsenen. In diesem Beitrag verrate ich Dir, wie Du lange Autofahrten für Dich und die Kinder möglichst angenehm gestaltest.

Ich weiß selbst noch, wie langweilig ich damals die Autofahrten von Berlin zu meinen Verwandten nach Recklinghausen empfand. Die Fahrt dauerte meist um die fünf Stunden. Allerdings war mir nach einer Stunde schon langweilig. Da ich im Auto nicht schlafen kann, haben mich meine Eltern versucht mit Audiokassetten bei Laune zu halten. Das hat mal mehr und mal weniger gut funktioniert. In diesem Beitrag teile ich mit Dir 5 Tipps, wie Du lange Autofahrten mit Kindern für alle möglichst angenehm gestalten kannst.

1. Fahrstrecke gut planen

Um die Fahrt möglichst kurz und angenehm zu gestalten, empfiehlt es sich die Reiseroute sowie die Fahrzeiten gut zu planen. So gilt es möglichst Hauptreisezeiten zu vermeiden, um nicht stundenlang im Stau festzustecken. Hier kann es sich eignen sehr früh oder auch spätabends loszufahren, so dass die Kinder je nach Rhythmus einen Teil der Fahrt schlafend verbringen. Während der Fahrt ist es ratsam den Verkehrsfunk zu verfolgen, um bei entsprechenden Verkehrsmeldungen rechtzeitig auf Alternativrouten ausweichen zu können.

2. Für ausreichend Getränke und Snacks sorgen

Getränke sollten bei längeren Fahrten immer ausreichend für alle Passagiere an Bord sein. Bei Kindern empfiehlt es sich die Getränke zusätzlich in kindergerechte Flaschen abzufüllen, die möglichst nicht auslaufen können.

Je nach Fahrtdauer sollten natürlich auch Snacks mitgenommen werden. Bei kurzen Etappen reichen vielleicht noch kleingeschnittenes Obst und Gemüse. Bei längeren Fahrten ist es ratsam notfalls auch einen größeren Appetit stillen zu können. Hier eignen sich beispielsweise belegte Brötchen oder Würstchen gut.

Von Süßigkeiten würde ich eher abraten. Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern weil sie im Auto schnell unschöne Flecken hinterlassen können.

3. Langeweile vermeiden mit Abwechslung beim Entertainment

Mit Tablets und Smartphones lässt sich heute relativ leicht das Entertainment für die Kleinen gestalten. Darauf kann man sowohl altersgerechte Spiele installieren als auch mit Filmen, Hörspielen und Musik für Unterhaltung sorgen. Alternativ eignen sich hier auch portable DVD-Spieler, die sich je nach Modell auch an den Autositzen befestigen lassen. Damit nicht alle im Auto mithören müssen, sollten die Kopfhörer nicht vergessen werden.

Wer diese Möglichkeit nicht nutzen möchte, kann die Kinder natürlich auch mit bewährten Rate-, Konzentrations- oder Geschicklichkeitsspielen beschäftigen. Ein gern gespielter Klassiker ist „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Eine andere Möglichkeit ist Autokennzeichen raten.

Und wenn die Erwachsenen im Auto nicht unbedingt mitmachen möchten, können auch Bücher oder ein Rubiks-Würfel für Ablenkung bei langen Autofahrten mit Kindern sorgen.

4. Regelmäßig Pausen einlegen

Das eintönige und angeschnallte Sitzen ist für Kinder sehr anstrengend. Der Bewegungsdrang und Spieltrieb kann hier über einen längeren Zeitraum nicht ausgelebt werden. Daher sind in Abständen von etwa zwei Stunden regelmäßige Pausen wichtig. Am besten sind hierfür natürlich Rastplätze geeignet, die einen ordentlichen Spielplatz anbieten. Eine andere Möglichkeit ist, die Pause bei einer Sehenswürdigkeit zu einzulegen, die auf dem Weg liegt. Mit etwas Glück sind die Kinder danach so ausgepowert, dass sie die nächste Autobahnetappe schlafend verbringen.

Natürlich sind die Pausen auch dazu da andere menschliche Bedürfnisse zu befriedigen. So kann man auf einem gepflegten Rastplatz beispielsweise ein schönes Picknick veranstalten.

5. Alles an der richtigen Stelle im Auto unterbringen

Was bringt die ganze Vorbereitung, wenn die belegten Brote oder die Getränke während der Autofahrt unerreichbar im Kofferraum liegen. Daher gilt es die vorbereiten Mahlzeiten und Spiele gut erreichbar im Fahrgastraum zu verstauen. Sollte der eigene Wagen nicht genug Verstaumöglichkeiten bieten, können Aufbewahrungstaschen Abhilfe schaffen. Diese sind für kleines Geld online oder im Autozubehörhandel erhältlich und lassen sich einfach mit Haken und Gummibändern an den Sitzlehnen befestigen.

In einem separaten Ratgeberbeitrag habe ich übrigens vor einiger Zeit schon beschrieben, wie ein Auto generell am besten beladen wird.

Wer besonders gut gerüstet sein will, kann für seine mitreisenden Kinder noch eine Notfalltasche packen. Da hinein gehören neben Servietten vor allen Dingen Ersatzklamotten – für den Fall das der Saft nicht im Mund sondern auf der Hose gelandet ist.

Ich hoffe, ich konnte Dir einige Anregungen für die nächsten langen Autofahrten mit Kindern mitgeben. Wenn Du noch weitere Tipps hast, kannst Du diese gerne als Kommentar hier posten.

 

Text: AS
Fotos: AS

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