Ein neues Auto zu bekommen ist nicht nur ein teures, sondern auch für die meisten ein seltenes Erlebnis. Deswegen behandeln viele ihr neues Auto auf den ersten Kilometern auch wie ein rohes Ei. Doch worauf sollte man beim Auto einfahren eigentlich achten? Was kann man dem Neuwagen abverlangen und was besser (noch) nicht? In diesem Beitrag möchte ich darüber aufklären.

Für mich gibt es kaum etwas schöneres als in einem neuen Auto zu sitzen. Wenn es dann auch noch das eigene neue Auto ist, umso besser. Weil für den Neuwagen in der Regel viel Geld hingeblättert wurde, behandelt man ihn auf den ersten Metern besonders pfleglich. Die Frage ist, ob bei den heutzutage modernen Produktionsverfahren ein Auto überhaupt noch eingefahren werden muss. Aus meiner Erfahrung würde ich behaupten: Ja. Es ist sinnvoll einen Neuwagen auf den ersten Kilometern einzufahren. Gerade die mechanischen Bauteile im Motorraum und Fahrwerk sind neu mit einander verbunden. Das ideale Zusammenspiel muss sich daher erst einstellen.

Doch worauf ist beim Umgang mit einem neuen Auto wirklich zu achten? Was sollte man tun und was besser nicht? Folgende fünf Dinge solltest auf den ersten 1.000 km mit einem neuen Auto beachten:

Auto einfahren: Fahrten mit Vollgas vermeiden

Heutzutage werden Motoren zwar mit hoher Präzision gefertigt, dennoch ist es ratsam auf den ersten 1.000 km dem Motor nicht alles abzuverlangen. Gerade Vollgasfahrten mit hohen Drehzahlen bei einem nagelneuen Motor können später zu Schäden führen. Die Motorteile müssen sich erst an unterschiedliche Lastzustände gewöhnen und die einzelnen Bauteile aufeinander einspielen. Daher ist es am besten den Motor auf den ersten 1.000 km mit unterschiedlichen Drehzahlen zu fahren und den Motor maximal mit zwei Drittel der Maximaldrehzahl zu fordern. Ein Bleifuß ist folglich tabu.

Bremsen müssen eingeschliffen werden

Die Bauteile der Bremsanlage müssen sich auch erst aufeinander einspielen und an unterschiedliche Belastungen gewöhnen. Gerade neue Bremsscheiben härten auf den ersten Fahrten durch die Hitze der Bremsmanöver aus. Außerdem schleifen sich die Bremsbelege langsam auf der jeweiligen Bremsscheibe ein. Zu Beginn des Fahrzeuglebens sollte der Fuß daher immer nur sachte auf die Bremse gedrückt werden. Notwendige Vollbremsungen sind davon natürlich ausgenommen.

Stoßdämpfer benötigen Eingewöhnung

Gleiches gilt für das Feder- und Dämpfersystem. Gerade neue Stoßdämpfer sind zu Beginn sehr hart, so dass sich das ideale Zusammenspiel mit den Federn über die ersten Fahrten langsam einstellen muss. Daher ist es ratsam beim Auto einfahren auf den ersten Kilometern das Feder- und Dämpfersystem nicht zu überlasten und den Wagen beispielsweise nicht zu überladen.

Bei Reifen muss der Trennfilm abgefahren werden

Neben den Motor- und Fahrwerksbauteilen bedürfen die Reifen ebenfalls eine Eingewöhnungsphase. So sind neue Reifen meist noch mit einem Trennfilm aus dem Produktionsprozess belegt. Dieser dient dazu, die Reifen in der Produktion beim „Backen“ leichter aus der Form zu lösen. Dieser Film ist erst nach einigen hundert Kilometern abgefahren. Daher sollte bei Kurvenfahrten oder nasser Fahrbahn auf den ersten Kilometern eher zurückhaltend gefahren werden, bis die Reifen ihre volle Haftung entwickelt haben.

Wie Du siehst, ist ein neues Auto nicht nur schön, sondern bedarf zu Beginn eines Lebens etwas Pflege. Wenn Du es mit dem Auto einfahren besonders gut meinst, befolgst Du nicht nur meine oben genannten Tipps, sondern lässt dem Wagen nach den ersten 1.500 noch zusätzlich einen Öl- und Filterwechsel zu Gute kommen. So kann der durch das Einfahren entstandene Metallabrieb aus dem Motor entfernt werden.

 

Text: AS
Foto: AS

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