Für den sorgenfreien Betrieb und auch den Werterhalt des Autos gehört ein regelmäßige Inspektion in der Autowerkstatt dazu. Leider ist diese auch mit Kosten verbunden, die je nach Fahrzeug, Hersteller und Wartungsaufwand in der Regel meistens dreistellig ausfallen. Mit den nachfolgenden Tipps und etwas Vorbereitung kannst Du bereits bei der nächsten Inspektion Geld sparen.

Tipp 1: Motoröl selbst mitbringen

Ein großer Kostenfaktor bei der Inspektion ist der Ölwechsel. Im Vergleich zum Internet verlangen hier die Werkstätten allein für das Öl teilweise den dreifachen Preis. Viele wissen nicht, dass man das Motoröl selbst zum Ölwechsel mitbringen kann. Wichtig ist hierbei, dass das Öl den Herstellervorgaben entspricht und natürlich in ausreichender Menge mitgebracht werden muss (siehe jeweils Betriebsanleitung). Mit einer kurzen Recherche im Internet findet man schnell das benötigte Öl in der entsprechenden Qualität und erforderlichen Menge zu günstigen Preisen.

Tipp 2: Scheibenreiniger vor der Inspektion selbst nachfüllen

Bei der Inspektion prüfen die Werkstätten regelmäßig auch die anderen Betriebsflüssigkeiten und füllen diese (zum Teil ungefragt) gegen Gebühr nach. Von der Brems- und Kühlflüssigkeit würde ich persönlich die Finger lassen, weil man hier schnell etwas falsch machen kann. Der Scheibenreiniger lässt sich jedoch einfach nachfüllen. Scheibenreiniger bekommt man in unterschiedlichen Konzentrationen und Düften an Tankstellen, Supermärkten und auch im Internet. Da ich Scheibenreiniger nur selten nachfüllen muss, mische ich ihn in der Konzentration immer gleich so, dass er auch für den Frost im nächsten Winter geeignet ist.

Tipp 3: Kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten vor dem Werkstattbesuch selbst durchführen

Der Scheibenwischer schmiert und das Rücklicht ist defekt? Um Arbeitskosten zu sparen, sollte man derartige Wartungsarbeiten vor der Inspektion selbst durchführen. Ich habe mal nur für das Wechsel der Birne in der Rückleuchte und einem Arbeitsaufwand von 5 Minuten 25,- € bei einer Werkstatt (ohne Materialkosten) gezahlt.
Die passenden Scheibenwischer findet man preiswert im Internet (hier auf die richtige Größe achten bzw. schauen, dass sie für das Auto geeignet sind). Und auch eine defekte Glühbirne (sofern keine Xenon- oder LED-Lampen verbaut sind), lässt sich preiswert beim Autoteilhandel oder im Internet neu besorgen. Wie die Birne ausgewechselt wird, ist in der Betriebsanleitung beschrieben.

Tipp 4: Andere Werkstatt im Umland ausprobieren

Für den Erhalt der Herstellergarantie ist man bei der Inspektion in den ersten Jahren nicht mehr an die Vertragswerkstatt gebunden. Daher kann es sich lohnen für Wartungsarbeiten auch freie Werkstätten auszuprobieren. Wenn Du dennoch eine Vertragswerkstatt aufsuchen möchtest, solltest Du vielleicht nicht den freundlichen Servicebetrieb in der Innenstadt wählen, sondern vielleicht die Werkstatt am Stadtrand ausprobieren. Diese muss sich vermutlich mehr um ihre Kunden bemühen und hat wahrscheinlich auch nicht so hohe Fixkosten (für Miete, etc.).

Tipp 5: Wenn zusätzliche Reparaturen anfallen, lass Dich vor der Ausführung von der Werkstatt anrufen

Sollte bei der Inspektion festgestellt werden, dass zusätzliche Reparaturen ausgeführt werden müssen, lass Dich immer vorab von der Werkstatt anrufen. So hast Du Gelegenheit, Dich beispielsweise durch eine kurze Internetrecherche zu informieren, was die Reparatur bedeutet bzw. ob Du das erforderlicher Ersatzteil nicht irgendwo günstiger bekommen kannst.
Bei meinem ersten Auto war beispielsweise Mal das Motorsteuergerät defekt. Die Werkstatt wollte das Steuergerät für rd. 1.000,- € ersetzen. Ich habe im Internet dann aber einen Betrieb gefunden, der defekte Motorsteuergeräte reparieren kann. Die Reparatur in diesem Fachbetrieb hat mich dann nur 400,- € gekostet. Allerdings musste ich dafür das Steuergerät einschicken und bis zur Rücksendung des reparierten Teils auf mein Auto verzichten.

Tipp 6: An die Gewährleistung denken

Dieser Tipp richtet sich an diejenigen, die erst vor kurzem ein Auto bei einem Händler gekauft haben und bei der Inspektion von einer ungeplanten Reparatur erfahren. Ein Händler muss mindestens für ein Jahr im Rahmen der Sachmängelhaftung bei einem Gebrauchtwagen bzw. für zwei Jahre bei einem Neuwagen im Rahmen der Gewährleistung (oder Garantie) für Defekte einstehen. In den ersten 6 Monaten nach dem Kauf wird sogar davon ausgegangen, dass der Defekt bereits zum Kaufzeitpunkt vorlag und der Händler in nahezu jedem Fall dafür aufkommen muss. Daher solltest Du bei Deinem neuen Auto prüfen, ob Du überhaupt für Reparaturen zahlen musst.

Eines meiner Autos hatte 5 Monate nach dem Kauf eine defekte Batterie, die von der Lichtmaschine nicht mehr richtig geladen wurde. Als ich dies bei der nächsten Inspektion in der Vertragswerkstatt prüfen ließ, wollte man mir Kosten in Höhe von 500,- € für den Austausch in Rechnung stellen. Da ich den Wagen aber erst vor wenigen Monaten dort gekauft hatte, habe ich dem Mitarbeiter erklärt, dass er aufgrund der Sachmängelhaftung für den Defekt einstehen muss und ich nicht für die Reparatur zahlen werde. Nach kurzer Rücksprache mit dem Vorgesetzten wurde die Reparatur dann kostenfrei erledigt.

 

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