Vermutlich hast Du es auch schon einmal erlebt: Du möchtest im Winter einfach nur schnell mit Deinem Auto los, steigst ein, willst den Motor starten und … nichts passiert. Die Ursache hierfür ist meist eine leere Autobatterie. Den Motor bekommst Du dann nur noch mit Starthilfe zum Laufen. In diesem Beitrag teile ich mit Dir fünf Tipps, wie Du Deine Batterie pflegen und somit länger am Leben erhalten kannst.

Die Batterie im Auto (auch Starterbatterie oder Akku genannt) fristet schon ein stiefmütterliches Dasein. Sie wird geladen, entladen – so lange, bis sie nicht mehr kann. Pflege, wie sie beispielsweise der Lack, Innenraum oder Motor erhält, bekommt sie in der Regel nicht. Das liegt daran, dass Autobatterien als wartungsfrei verkauft werden.

Doch bei fehlender Pflege und unsachgemäßen Gebrauch kann die Batterie Schaden nehmen. Diese Beschädigungen passieren im Inneren und zeigen sich meist erst bei starker Beanspruchung. Dies passiert meist im Winter, wenn die Autobatterie bei sinkenden Temperaturen auf einmal zu wenig Leistung bringt und der Motorstart missglückt. Doch wie kannst Du nun Deine Starterbatterie am besten pflegen, damit sie möglichst lange hält?

 

Tipp 1: Autobatterie regelmäßig laden

Die Batterie stellt die Energie für den Motorstart bereit. Läuft der Motor dann, wird die Batterie über den Generator nachgeladen. Je länger Du anschließend mit laufendem Motor fährst, desto mehr kann die Batterie aufgeladen werden. Ideal sind hier Langstreckenfahrten auf Autobahnen oder Schnellstraßen von mindestens einer Stunde. Viele Kurzstreckenfahrten (< 15 Minuten) sind dagegen Gift für die Batterie. Der Motor und damit der Generator laufen meist nicht lang genug, um die Autobatterie ausreichend nachzuladen.

Tipp 2: Strombedarf senken (besonders im Stand)

Wenn Du mit Deinem Auto stehst und den Motor abstellst, kommt sämtliche Energie für elektrische Verbraucher aus der Batterie. Daher solltest Du es vermeiden, bei abgestelltem Motor die verschiedenen Stromverbraucher (wie Radio, Scheibenheizung, Scheinwerfer oder Sitzheizung) länger als 30 Minuten eingeschaltet zu lassen. Der Klassiker ist hier, dass nach dem Parken des Autos die Scheinwerfer angelassen werden.

Während der Motor läuft, werden alle elektrischen Verbraucher durch den Generator mit Strom versorgt. Dennoch kann es im Winter ratsam sein, die Sitz-, Scheibenheizung sowie andere elektrische Annehmlichkeiten gezielt abzuschalten, sobald sie ihren Job erledigt haben. Auf diese Weise kann mehr Strom vom Generator direkt in die Batterie eingespeist werden.

Tipp 3: Bei langen Standzeiten Batterie durch externe Stromversorgung nachladen

Solltest Du Dein Auto für längere Zeit (> 6 Wochen) abstellen, empfehle ich Dir, die Batterie durch eine externe Stromversorgung weiter mit Energie zu versorgen. Hierfür gibt es im Autofachhandel, Baumarkt oder Internet spezielle Ladegeräte. Mit diesen Geräten kannst Du die Batterie beispielsweise über eine handelsübliche Haushaltssteckdose in Deiner Garage weiter mit Strom versorgen.

Tipp 4: Autobatterie einmal jährlich prüfen

Batterien sollen in der Regel ohne Wartung auskommen. Dennoch möchte ich Dir dazu raten, den Zustand der Batterie einmal pro Jahr (beispielsweise bei der Inspektion) überprüfen zu lassen. Ist die Batterie wirklich defekt, kannst Du Dich rechtzeitig (vor dem Winter) um Ersatz kümmern.

Natürlich kannst Du den Stromspeicher auch selbst testen. Hierfür gibt es im Fachhandel spezielle Spannungsmessgeräte. Dieses schließt Du am besten einige Stunden nach dem Abstellen des Autos an die Batterie (erst rotes Kabel an den Pluspol, dann schwarzes Kabel an den Minuspol) an. Zeigt das Gerät einen Wert zwischen 12,4 und 12,7 Volt an, ist die Batterie in gutem Zustand. Bei niedrigeren Werten solltest Du die Messung (z.B. am nächsten Tag) wiederholen. Fällt die Voltzahl dann weiter schnell ab, ist die Batterie vermutlich irreparabel beschädigt.

Tipp 5: Technische Defekte ausschließen

Es kann passieren, dass Deine Autobatterie trotz Pflegemaßnahmen und regelmäßiger Aufladezyklen ständig ohne Saft ist. Hierfür kann es verschiedene Ursachen geben. Einerseits kann der Stromspeicher selbst (z.B. durch mehrere Tiefentladung) kaputt sein. Ein anderer Grund kann ein Defekt der Fahrzeugelektrik sein. Häufig sind hier so genannte Kriechströme die Verursacher. Dabei schaltet sich beispielsweise nach dem Abstellen des Autos ein Steuergerät nicht vollständig ab und verbraucht so lange Energie, bis die Batterie erschöpft ist. Hier kann Dir meist nur eine versierte Fachwerkstatt helfen.

 

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich eine Autobatterie selten unangekündigt verabschiedet. Meist macht sich ein schwächelnder Stromspeicher mit flackerndem Licht im Stand oder einem immer zäheren Motorstart bemerkbar. Achte auf solche Anzeichen, damit Du rechtzeitig reagieren kannst.

 

Text: AS
Fotos: AS

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