Der Winter ist da und mit ihm auch das leidige Thema Eiskratzen. Gerade für Laternenparker ohne Carport oder Garagenstellplatz beginnt dann das übliche Spiel: Eiskratzer raus und bei Minusgeraden in mühevoller Arbeit erst einmal alle Scheiben freikratzen. Doch es gibt auch andere Wege, das Eis vom Auto zu entfernen. Welche das sind, verrate ich Dir in diesem Beitrag.

Ich stand selbst schon oft vor meinem vereisten Auto und habe dann in Handarbeit alle Scheiben freigekratzt. Teilweise war es dabei so kalt, dass ich das Gefühl hatte selbst festzufrieren. Ein Tipp vor Weg: Es ist keine gute Idee beim Freikratzen der Scheiben nachlässig zu sein. Wirst Du von der Polizei  mit nur einem freigekratzten Guckloch erwischt, kannst Du dafür ein Bußgeld kassieren. Doch wie verhindert man nun am besten das lästige Eiskratzen im Winter?

Tipp 1: Wenn Du schon einen Eiskratzer verwendest, dann wenigstens einen Guten

Ich selbst habe zum Eiskratzen oft meine Parkscheibe aus Kunststoff verwendet. Leider lag diese nicht nur ungünstig in der Hand, sondern hat auch das Eis schlecht entfernt. Gleiches gilt für andere notdürftige Hilfsmittel, wie beispielsweise CD-Hüllen. Investiere einige Euro und kauf Dir an der Tankstelle, im Internet oder im Baumarkt einen guten Eiskratzer mit einer breiten Auflagefläche sowie einem stabilen Griff.

Tipp 2: Kein heißes Wasser auf die Scheibe gießen!

Meine Mutter hat mir mal stolz erzählt, dass sie ihre Autoscheibe ruckzuck eisfrei hatte. Sie hat einfach von drinnen heißes Wasser geholt und es über die Frontscheibe gekippt. Ich habe ihr dann erklärt, dass sie dabei großes Glück hatte. Denn durch den großen Temperaturunterschied vom heißen Wasser zur eiskalten Scheibe kann das Glas Risse bekommen oder sogar springen. Daher möchte ich Dich dringend davor warnen, auf diesem Weg Deine Scheiben zu enteisen!

Tipp 3: Enteiser-Spray verwenden

Nachdem ich auch jahrelang Eis gekratzt und mir damit meine Frontscheibe mit Kratzern beschädigt habe, bin ich dazu übergegangen Scheibenenteiser zu verwenden. Solange die Temperaturen noch nicht im zweistelligen Minusbereich sind, funktioniert das Entfernen von Eis damit ganz gut. Einfach die Flüssigkeit großzügig auf die Scheibe aufsprühen und einige Sekunden warten. Anschließend kannst Du das angetaute Eis ganz leicht runterschieben oder abwischen. Fertige Mischungen erhältst Du in Sprühflaschen an jeder Tankstelle, im Autofachhandel oder Baumarkt. Du solltest Dich damit natürlich bevorraten, bevor die Wintersaison beginnt.

Tipp 4: Front- und Heckscheibe mit Thermomatte oder Pappe vor Eis schützen

Wer beim Abstellen des Autos daran denkt und die Scheiben mit einer Thermomatte oder Pappe bedeckt, kann sich am nächsten Morgen zumindest das Eiskratzen an der Front- und Heckscheibe ersparen. Thermomatten bekommst Du im Fachhandel. Diese legst Du einfach auf die Scheibe und klemmst sie dann mit den Autotüren fest. Zur Not geht aber auch ein selbst zurecht geschnittenes Stück Pappe.

Tipp 5: Standheizung einbauen lassen

In meinem aktuellen Auto habe ich den Luxus einer Standheizung. Ich drücke einfach dreißig Minuten vor der Fahrt den Einschaltknopf im Auto oder benutze die Fernbedienung. Nach einigen Minuten finde dann einen warmen und eisfreien Wagen vor. Wenn Dein Auto nicht von vorn herein über diesen Luxus verfügt, kannst Du eine Standheizung natürlich in einer Werkstatt Deines Vertrauens nachrüsten lassen. Hierfür musst Du mit Kosten ab 600 Euro aufwärts rechnen.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesen Tipps einige Alternativen zum Eiskratzen aufzeigen. Die günstigste aber wirkungsvollste Alternative ist das Abdecken von Front- und Heckscheibe mit Thermomatten in Kombination mit Enteiser-Spray für die Seitenscheiben. Wenn Du Dich sehr oft über das Eiskratzen ärgerst, ist vielleicht der Einbau einer Standheizung eine sinnvolle Alternative.

 

Text: AS
Foto: AS

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