Muffiger Geruch und immer wieder beschlagene Scheiben sind meist ein Indiz dafür, dass Du zu viel Feuchtigkeit im Auto hast. Meist ist eine Leckage die Ursache, durch die bei Regen Wasser ins Auto eindringt. Bleibt die Undichtigkeit länger unbemerkt, steigt das Risiko für Schimmel oder sogar Rost. Was Du dagegen tun kannst, verrate ich Dir in diesem Beitrag.

Bei meinem ersten Auto hatte ich selbst das Problem, dass sich nach Regen häufig ein muffiger Geruch ausbreitete. Erst nach einer Weile bin ich darauf gekommen, dass vermutlich Feuchtigkeit in den Innenraum eindringt. Also habe ich nach jedem Regen mein Auto untersucht, um die undichte Stelle zu finden. Einige Regenschauer später stellte sich heraus, dass eine Dichtung an der Heckklappe defekt war, durch die Wasser in den Kofferraum gelaufen ist. In diesem Beitrag erfährst Du, was Du gegen Feuchtigkeit im Auto tun kannst und wie Du schnell die Ursache dafür findest.

Ist es überhaupt zu feucht in Deinem Auto?

Es gibt mehrere Anzeichen dafür, ob es zu feucht in Deinem Auto ist. Häufig äußert sich eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Auto durch immer wieder beschlagene Scheiben. Dieses Phänomen tritt selbst dann auf, wenn es aufgrund der Witterung eigentlich gar keinen Grund für beschlagene Scheiben gibt. Ein weiteres Indiz können klamme Sitzbezüge oder Fußmatten sein. Wenn Du im Auto bereits einen modrigen Geruch wahrnimmst, Stockflecken oder sogar Schimmel entdeckst, gilt es schnell zu handeln.

Soforthilfe bei Feuchtigkeit im Auto

Solltest Du richtige Pfützen in Deinem Auto vorfinden, eignen sich am besten Küchenpapier oder alte Handtücher um diese zu beseitigen. Anschließend solltest Du den Innenraum gut auslüften, in dem Du Dein Auto beispielsweise in einer beheizten Garage abstellst. Gegen die hohe Luftfeuchtigkeit kann alternativ ein Eimer Katzenstreu oder ein Luftentfeuchter aus dem Baumarkt helfen. Während der Fahrt kannst Du die Klimaanlage oder die Heizung (je nach Außentemperatur) verwenden, um der Luft im Innenraum Feuchtigkeit zu entziehen.

Ursachenforschung: Wo ist das Leck?

Wenn Du die ersten Sofortmaßnahmen ergriffen hast, gilt es als nächstes die Ursache zu finden. Mit großer Wahrscheinlichkeit kann beispielsweise Regenwasser nicht richtig ablaufen oder an einer bestimmten Stelle in Dein Auto eindringen. Hierbei solltest Du folgende Dinge prüfen:

Wasserabläufe kontrollieren und gegebenenfalls reinigen

Bei den Wasserabläufen handelt es sich um kleine Öffnungen an den Unterkanten der Türen und der Kofferraumklappe. Sollte sich Wasser beispielsweise in den Türen sammeln, kann es durch die Abläufe nach außen abfließen. Sind diese Abläufe hingegen durch Schmutz verstopft, sucht sich das Wasser einen anderen Weg. Verschmutzte Abläufe kannst Du übrigens mit einer weichen Bürste gut reinigen.

Gummidichtungen überprüfen

Neben den Wasserabläufen solltest Du auch die Gummidichtungen an den Türen, der Kofferraumklappe sowie den Fenstern kontrollieren. Gummidichtungen verlieren im Laufe der Zeit an Elastizität und können dann leicht porös werden oder sogar reißen. Wenn Du an den Dichtungen Schäden feststellst, solltest Du diese fachmännisch austauschen lassen.

Schiebedach kontrollieren

Ein besonders neuralgischer Punkt in diesem Zusammenhang ist das Schiebedach. Sind dort die Dichtungen defekt oder die Regenabläufe verstopft, sucht sich das Wasser garantiert einen Weg in den Innenraum. Sofern Dein Auto über ein Schiebedach verfügt, öffne es soweit wie möglich und schaue auch dort nach dem Rechten.

Lauf entfernen

Gerade im Herbst kann sich auf Deinem Auto Laub sammeln. Dabei landen die Blätter gerne auch mal in Karosseriefugen – besonders gern im Spalt zwischen Motorhaube und Frontscheibe. Verbleibt das Laub dort über längere Zeit, kann es modern und dort die Wasserabläufe verstopfen. Also solltest Du bei der Ursachenforschung auch mal die Motorhaube öffnen und dort vorhandenes Laub entfernen.

Undichtigkeiten sind nicht immer so einfach zu finden. Wenn Du den Feuchtigkeitseintritt nicht genau eingrenzen kannst, kann ein improvisierter Regenschauer helfen. Hierzu fährst Du mit einer zweiten Person an eine Waschbox oder zu einer Waschanlage. Dort kannst Du mit der Hochdrucklanze Dein Auto gezielt mit Wasser besprühen, während Deine Begleitung im Innenraum schaut, ob irgendwo Wasser eindringt.

Solltest Du bis hierhin nicht weitergekommen sein, suche Dir in jedem Fall professionelle Hilfe. Anhaltende Feuchtigkeit im Auto kann nicht nur zu gesundheitsschädlichem Schimmel führen, sondern auch Dein Auto in Form von Rost unbemerkt beschädigen. Die Werkstatt Deines Vertrauens hilft Dir sicherlich gern weiter.

 

Text: AS
Foto: Pixabay (CC0) / rkit

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