Reifen stellen am Auto die Verbindung zur Straße her. Sie übertragen beim Fahren die Antriebs- und Lenkkräfte mit einer Fläche, die gerade mal so groß ist wie Deine Hand. Dadurch nutzen sich Reifen natürlich ab und verschleißen. Daneben sind sie Umwelteinflüssen und auch den Fahrkünsten des Fahrers ausgesetzt.

Worauf musst Du nun achten, um zu erkennen wann Du neue Reifen brauchst?

Autoreifen sind Verschleißteile und nutzen sich ab. Hierzu tragen Umwelteinflüsse genauso bei wie Deine Fahrweise. Um den Zustand des jeweiligen Autoreifens richtig einschätzen zu können, solltest Du Dir Deine Autoreifen aus der Nähe anschauen und Alter, Profiltiefe sowie den Allgemeinzustand prüfen.

Alter überprüfen

Ein erstes Anzeichen für den Zustand des Reifens ist die DOT-Nummer. Diese vierstellige Zahl ist auf der Reifenflanke eingeprägt. Sie zeigt in Kalenderwoche und Jahr das Produktionsdatum an (siehe im Foto die Angabe „3912“). Sollte das Datum mehr als 9-10 Jahre zurückliegen, spricht das für einen Austausch des Reifens. Der Gummi des Reifens härtet nämlich mit der Zeit aus, was zu einem schlechteren Fahrverhalten führt.

Ratgeber neue Autoreifen

Profiltiefe bestimmen

Ein weiteres Indiz für den Zustand des Reifens ist das Profil. Viele neuere Reifen haben eine kleine Erhebung in den Rillen des Profils eingeprägt. Ist das Profil auf die Höhe dieser Erhebung heruntergefahren, hat das Profil noch eine Höhe von etwa 4 mm. Auch wenn der Gesetzgeber nur eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm fordert, verschlechtert sich ab 4 mm (insbesondere bei Nässe und Schnee) die Straßenhaftung. Solltest Du die Erhebung nicht finden, kannst Du auch eine 1€-Münze nehmen und diese hochkant in die Rillen des Reifens stellen. Solange der goldene Rand nicht zu sehen ist, hat der Reifen noch ausreichend Profil.

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Allgemeinzustand der Reifen kontrollieren

Zum Abschluss solltest Du Dir den Allgemeinzustand des Reifens anschauen. Hier kommt Deine Fahrweise ins Spiel, denn jeder Bordsteinkontakt und jedes Durchdrehen der Räder nutzt den Reifen schneller ab und kann zu zusätzlichen Beschädigungen führen. Halte also Ausschau nach Kerben und Rissen in der Reifenflanke sowie in der Lauffläche. Sind die sichtbaren Schäden hier sehr groß, solltest Du einen Austausch des Reifens zeitnah in Erwägung ziehen.

Wenn Du Dir die Lauffläche des Autoreifens schon anschaust, achte auch darauf ob das Profil ungleichmäßig abgefahren ist. Sollte das Profilmuster an einer Seite der Lauffläche stärker abgenutzt sein, spricht das für eine verstellte Fahrzeugspur. Dies bedeutet, dass der Reifen nicht gleichmäßig auf der Straße aufliegt und dadurch nicht alle Fahr- und Lenkbewegung einwandfrei übertragen kann. Hier solltest Du zusätzlich zum Reifenwechsel die Spur in einer Werkstatt neu einstellen lassen.

Ich brauche einen neuen Reifen – und nun?

Wenn Du feststellst, dass Du neue Autoreifen benötigst, notiere Dir zunächst die auf der Reifenflanke eingeprägten Dimensionen (z.B. in der Form 215/60 R17) und recherchiere anschließend (am besten in aktuellen Autozeitschriften wie der Auto-Motor-und-Sport oder Autobild) nach dem letzten Reifentest sowie nach dem Test- oder Preis-Leistungssieger. Sobald Du einen geeigneten Kandidaten gefunden hast, kannst Du Dich beim örtlichen Reifendienst oder bei Online-Reifenhändlern nach dem besten Angebot erkundigen.

 

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