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Als begeisterter Autonarr freue ich mich immer, wenn ich meine Begeisterung für Autos mit meiner Leidenschaft fürs Reisen verbinden kann. In diesem Jahr hat mich meine Liebe für Autos quer durch Europa geführt, wo ich auf den Spuren der großen europäischen Autobauer unterwegs war. Was ich dabei Spannendes entdeckt habe und was meine persönlichen Highlights dieser Reisen waren, erfährst Du in diesem Überblick meiner Reiseziele für Autofans.

In diesem Jahr haben mich meine Reisen quer durch den europäischen Kontinent geführt. Im Frühjahr war ich in England unterwegs. Im Spätsommer habe ich Italien erkundet und im Herbst habe ich Island besucht. Als begeisterter Autonarr bieten alle drei Destinationen spannende Erlebnisse für Autofahrer – allerdings auf ihre ganz eigene Weise. Dieser Artikel ist übrigens ein Beitrag zur Blogparade zum Thema „Meine 3 Reisehighlights aus 2019“ von Jessicas Blog „yummitravel“.

West Midlands: Jaguar-Werksbesichtigung und Transport-Museum

Fangen wir bei meiner Englandreise im Frühjahr an. Für Autofahrer ist Groß Britannien mit seinem Linksverkehr und seinem Schmuddelwetter ja schon an sich eine Herausforderung. Meine Reiseroute offenbarte mir aber dennoch spannende Reiseziele für Autofans. So führte mich meine Reise durch das typisch britische Wetter sowie dem Verkehr auf der „falschen“ Seite von London nach Liverpool. Auf halbem Wege zwischen diesen beiden Reisezielen entdeckte ich Birmingham. Die Stadt selbst ist nicht sonderlich schön, aber im Umland gibt es spannende Dinge zu entdecken.

Transport-Museum (in Coventry)

So hatten im südlichen Umland von Birmingham, genau genommen in Coventry, viele britische Autobauer seinerzeit ihren Sitz. Leider hat den Wandel der Zeit nur Jaguar überlebt. Geblieben ist in Coventry allerdings ein sehr hübsches Automuseum, welches die Geschichte der Automobilproduktion in Groß Britannien mit Dioramen sowie wunderbaren alten Autos nachzeichnet. Außerdem ist im Automuseum ein Teil der Sammlung von „Jaguar Heritage“ ausgestellt. Wer Interesse an einem Besuch hat, kann sich über Adresse, Öffnungszeiten sowie Preise auf der Webseite des Transport-Museums informieren.

Reiseziele für Autofans England

Werksbesichtigung bei Jaguar (in Castle Bromwich)

Im nördlichen Umland von Birmingham baut Jaguar bis heute Autos. Eines der beiden Werke, und zwar das in Castle Bromwich, kann auch besichtigt werden. Dort wird aktuell der Sportwagen F-Type gebaut. Das Werk sowie die Fahrzeugproduktion besichtigt man zusammen mit ehemaligen Mitarbeitern in Kleingruppen. Dabei erfährt vom Guide neben offiziellen Fakten auch inoffizielle Details über das Leben als Mitarbeiter bei Jaguar. Dabei sind durchaus interessante Fakten, den auch Jaguar hat einige Höhen und Tiefen in den vergangenen Jahrzehnten durchlebt. Wer sich für eine Führung in den Jaguar-Werken interessiert, findet auf der englischen Webseite von Jaguar entsprechende Buchungsmöglichkeiten.

Reiseziele für Autofans England

Lombardei und Piemont: Alfa-Romeo-Museum und altes Fiat-Werk  

Wenn Autonarren an Italien denken, kommen ihnen meist sofort die luxuriösen Sportwagenhersteller wie Ferrari oder Lamborghini in den Sinn. Daneben gibt es auch andere italienische Autobauer, die schöne, wenn auch nicht ganz so luxuriöse Autos bauen. Ich denke hier an Fiat oder Alfa Romeo. Während meiner Reise im Spätsommer durch Italien hatte ich Gelegenheit auf den historischen Spuren dieser beiden italienischen Autohersteller zu wandeln.

Alfa Romeo Museum (in Arese)

So gab es beispielsweise in der Lombardei nördlich von Mailand früher ein Werk von Alfa Romeo, an dessen Stelle heute ein wunderbares Alfa Romeo Museum besichtigt werden kann. Im Museum gibt es schöne Schmuckstücke aus der Produktionsgeschichte von Alfa Romeo zu sehen. Ich selbst war am „Tag der offenen Motorhauben“ zu Besuch, wo ich bei allen ausgestellten Fahrzeugen unter die Motorhaube schauen konnte. Daneben lockt das Alfa Romeo Museum mit einem 4D-Kino, in dem man das Fahrgefühl eines Alfas nachempfinden kann. Wer das Museum als eines der interessante Reiseziele für Autofans mit einplanen möchte, findet auf der Webseite des „Museo storico Alfa Romeo“ alle wichtigen Informationen zur Adresse sowie zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen.

Altes Fiat-Werk (in Turin)

Viele kennen die Automarke Fiat. Nur wenige wissen, wofür der Name des Autoherstellers überhaupt steht. Fiat bedeutet „Fabbrica Italiana Automobili Torino“ – übersetzt: italienische Autofabrik Turin. Der italienische Autoherstelle hat nämlich seine Wurzeln in der Hauptstadt der Region Piemont. Unweit des Stadtzentrums von Turin entstand im Stadtteil Lingotto in den 1920er Jahren eines der wichtigsten Werke des Autobauers. Obwohl Fiat das Werk heute selbst nicht mehr nutzt, ist das Gebäude dennoch eines der Reiseziele für Autofans in Turin.

Es ist nämlich die einzige Autofabrik, bei der sich die Teststrecke für Autos auf dem Dach befand. Auch wenn der Gebäudekomplex heute Büros, ein Shoppingcenter sowie ein Hotel beherbergt, ist die Teststrecke auf dem Dach erhalten geblieben und kann besichtigt werden. Wenn man auf dem Dach des Gebäudes auf dem Asphalt der Strecke steht und an den zwei überhöhten Kurven des Ovals vorbei auf Turin schaut, ist das ein einmaliges Erlebnis. Der Zugang kann übrigens beim Wachschutz des Shoppingcenters erfragt werden. Mehr zum alten Fiat-Werk Lingotto ist bei Wikipedia nachzulesen.

Island: Unterwegs auf der Ringstraße

Eines meiner weiteren Reisehighlights in 2019 war Island. Auf den ersten Blick erscheint Island als Reiseziel für Autofans eher uninteressant zu sein. Weder gab es hier Autohersteller, noch wurde hier großartig Motorsport betrieben. Für mich hat Island als Autofahrer dennoch einen besonderen Reiz – und zwar aufgrund seiner Ringstraße, die durch grandiose menschenleere Landschaften führt.

Um Island zu erkunden, muss man sich seinen Weg entlang der 1.332 km langen Ringstraße – als einzige asphaltierte Verbindung – bahnen. Dabei passiert man aktive Vulkane, menschenleere Steppen, beeindruckende Gletscher sowie bizarre Küstenlandschaften. Dabei muss man gefasst sein auf schnelle Wetterumschwünge. Ist man beispielsweise auf den ersten Kilometern noch im Sonnenschein unterwegs, kann hinter der nächsten Anhöhe schon ein Sturm mit Regen, Hagel oder sogar Schnee auf einen warten. Da Island sehr dünn besiedelt ist, ist man teilweise auch minuten- oder sogar stundenlang komplett allein auf der Straße unterwegs. Bei einer Panne oder einen Unfall ist in der Regel keine schnelle Hilfe zu erwarten. Entsprechend aufmerksames und vorsichtiges Fahren ist deswegen dringend angeraten.

Ein ähnliches Fahrerlebnis durch beeindruckende Landschaft kenne ich bisher nur aus dem Westen der USA. Wer also etwas Abenteuer sucht, gerne viel Auto fährt und sich an Landschaft erfreuen kann, ist in Island genau richtig aufgehoben.

Text: AS
Fotos: AS

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