Das Auto entwickelt sich stets weiter. Was sich über die Jahre im Automobilbau getan hat, merkt man meist erst beim Kauf eines neuen Modells. Dann stellt man plötzlich fest, dass der Fahrzeugschlüssel keinen Bart mehr hat und verschiedene Steuergeräte die Fahrzeugführung übernehmen können. Welche Entwicklungen erwarten uns eigentlich ab 2018 und wie wird das Auto der Zukunft funktionieren?

Ich habe bereits in einem früheren Beitrag darüber geschrieben, wie schwer die Umstellung auf ein neues Auto sein kann. Wer gleich mehrere Fahrzeuggenerationen überspringt, wird ganz schön überrascht sein, wie sich die Autos und damit auch das Autofahren bereits in den letzten Jahren verändert haben. Angefangen beim automatischen Einschalten von Licht und Scheibenwischer bis hin zum automatischen Fahren im Stau. Da sich der technische Fortschritt nicht aufhalten lässt, kommen auf uns Autofahrer spannende Dinge zu. Doch was wird das Auto der Zukunft bringen?

Das Auto der Zukunft fährt elektrisch

Nicht erst durch den Dieselskandal muss sich etwas an der Antriebstechnik unserer Autos tun. Wir fahren seit inzwischen fast 100 Jahren immer noch mit Kolbenmotoren, in denen Kraftstoff nach dem Otto- oder Dieselprinzip verbrannt wird. Auch wenn mir leistungsstarke Motoren mit ihrem Klangteppich und ihrer Kraftentfaltung großen Spaß machen, verschmutzen sie dennoch mit die Umwelt. Ich bin der festen Überzeugung, dass hier in Anbetracht der weltweit stetig steigenden Anzahl an Autos und den knapper werdenden Erdölressourcen etwas passieren muss. Neben den jahrelang (vergeblich) erprobten Brennstoffzellenautos sind Elektroautos die derzeit einzige serienreife Alternative. Natürlich haben aktuelle Modelle mit Elektroantrieb noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Aber auch diese werden irgendwann beseitigt werden. Schließlich lief der erste Patent-Motorwagen von Carl Benz auch noch etwas holprig.

Die Fahrzeugsteuerung erfolgt digital und alles ist miteinander vernetzt

Seit Jahren hält immer mehr Elektronik in die Autos Einzug. Das passierte zu Beginn noch unauffällig, in dem ab den 80er Jahren erste Steuergeräte im Motorraum einzogen. Ab den 90er Jahren kamen dann immer Sensoren dazu. Inzwischen habe ich den Eindruck, dass man Mechanik im Auto fast schon suchen muss. Getriebewählhebel, Lenkung und Gaspedal setzen die mechanischen Befehle nur noch elektronisch um. Im Innenraum wird man gleich von mehreren großflächigen Bildschirmen empfangen. Die einzelnen Steuergeräte und Sensoren werden bei jeder neuen Fahrzeuggeneration immer mehr mit einander verbunden, so dass sich neue Möglichkeiten und Komfortfunktionen ergeben. Ein Beispiel ist hier der aktuelle VW Arteon, der nicht nur Tempolimits erkennt und an den Fahrer weiter gibt, sondern gleich noch den Tempomat automatisch nachregelt. Meiner Meinung nach wird sich der Trend Digitalisierung und Vernetzung nicht stoppen lassen, so dass immer mehr elektronische Systeme Aufgaben des Fahrers übernehmen werden.

Neue Möglichkeiten durch autonomes Fahren

In meiner Kindheit war ich noch völlig fasziniert davon, wie in Serien (Knight Rider) oder Hollywoodfilmen (Batman – der Film) Autos von selbst fahren konnten. Inzwischen wird auch das zunehmend Realität. Google hat es 2012 mit seinem fahrerlosen Auto vorgemacht. In den letzten Jahren setzen auch die Autohersteller bereits erste selbstfahrende Konzepte in aktuellen Modellen um. Auch wenn diese – wie bei BMW (fahrerloses Einparken) oder Audi (selbsttätige Autobahnfahrten) – noch nicht alle Fahrsituation beherrschen, wird sich auch hier der technische Fortschritt nicht aufhalten lassen. Nicht umsonst hat die Bundesregierung Mitte dieses Jahres erste Regelungen erlassen, um dem autonomen Fahren einen gesetzlichen Rahmen zu geben. Ich vermute, dass bereits in wenigen Jahren selbstfahrende Autos auf deutschen Straßen unterwegs sein werden.

Insgesamt bleibt es also spannend, wie sich das Auto und das Autofahren in der Zukunft entwickeln werden. Der immer größer werden Anteil von Elektronik, die Digitalisierung und Vernetzung von Funktionen sowie die Elektrifizierung des Antriebs werden uns bereits heute anders Auto fahren als noch vor wenigen Jahren. Ich hoffe nur, dass bei diesem rasanten Fortschritt die Fahrfreude nicht auf der Strecke bleibt.

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade von Bavarian-Geek.

Text: AS
Foto: AS

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