Wie funktioniert Carsharing? Meine Erfahrungen mit einem Anbieter von Carsharing in Berlin.

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Reportage Erfahrungen mit CarsharingIn Berlin sieht man sie inzwischen überall – Fahrzeuge verschiedener Carsharing-Anbieter. Ich bin nach wie vor ein Verfechter vom eigenen Auto. Dennoch habe ich mich vor einigen Wochen dazu entschieden mich bei einem Carsharing-Anbieter anzumelden und das Angebot selbst auszuprobieren. Wie Carsharing funktioniert und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe, teile ich mit Dir in diesem Beitrag.

 

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Ich fahre selbst leidenschaftlich gerne Auto und befürworte es auch, ein eigenes Auto zu besitzen. Nach meinen aktuellen Erfahrungen muss ich aber zugeben, dass Carsharing gewisse Vorteile mit sich bringt, die es auch für mich attraktiv machen.

 

Anmeldung geht in wenigen Minuten online

Ich habe mich für einen Anbieter mit einem großen und abwechslungsreichen Fuhrpark in Berlin entschieden. Die Anmeldung mit Eingabe aller erforderlichen Daten (inklusive Führerscheinangaben und Bankverbindung) kostet um die 30,- € und dauert im Internet nur wenige Minuten. Ich habe meinen Anmeldevorgang über einen entsprechenden Rabattlink gestartet, so dass ich nur 1/3 der Anmeldegebühr bezahlt habe. Daher solltest Du vor der Anmeldung einfach nach entsprechenden Rabattangeboten googlen.
Anschließend muss man sich mittels PostIdent-Verfahren oder durch Besuch in einer der Filialen persönlich identifizieren – ähnlich wie bei der Eröffnung eines Bankkontos. Noch am selben Tag hatte ich meine Zugangsdaten per E-Mail erhalten. Wenige Tage danach kam auch die Mitgliedskarte per Post.

 

Die Ortung verfügbarer Autos sowie die Nutzung funktioniert am einfachsten mit der App

Die verschiedenen Carsharing-Anbieter haben jeweils eigene Smartphone-Apps, mit denen man die Autos im Umkreis orten, reservieren sowie auf- und abschließen kann. Das Öffnen und Abschließen funktioniert übrigens auch mit der Mitgliedskarte. In meiner Nähe befinden sich meist mindestens zwei Autos, die ich mit max. 15 Minuten Fußweg erreichen kann.
Den Motor im jeweils geenterten Auto startet man dann mit einer individuellen Pin, die man beim Anmeldevorgang (siehe oben) einmalig festlegt.

 

Aufgrund der unterschiedlichen Modelle gibt es für jede Gelegenheit das passende Auto

Je nach dem was Du mit dem Auto anstellen möchtest, kannst Du bei den jeweiligen Anbietern zwischen unterschiedlichen Autos wählen. Wenn ich beispielsweise alleine unterwegs bin, reicht mir ein Kleinwagen. Wenn ich noch 2-3 Personen mitnehmen möchte, gibt es in der Flotte dafür  Kompaktwagen oder Minivans. Voraussetzung ist natürlich, dass das jeweils benötigte Auto in der Nähe steht und ich nicht extra zum Wunschfahrzeug anreisen muss.
Ich habe das Carsharing-Angebot bisher zwei Mal in Anspruch genommen und empfand den Zustand des jeweiligen Autos als OK. Bei meinem Anbieter handelt es sich um aktuelle Modelle mit guter Ausstattung (Navigationssystem, Parksensoren, Klimaanlage, teilweise Automatik). Meine bisher gefahrenen Carsharing-Autos hatten so um die 25.000 km Laufleistung auf der Uhr und waren zwar weitestgehend sauber, aber – wie ich es von klassischen Mietwagenfirmen kenne – mit einigen Kratzern und Schrammen versehen.

 

Der Preis je Fahrt richtet sich in der Regel nach der Nutzungsdauer

Bei dem von mir gewählten Anbieter für Carsharing bezahlt man für die Nutzungsdauer des jeweiligen Autos. Die Zeit wird dabei zwischen der An- und Abmeldung im jeweiligen Auto erfasst. Solange man nicht übermäßig im Stau steht, finde ich die Nutzungszeit als Berechnungsgröße angemessen. Inzwischen gibt es auch andere Anbieter auf den Markt, bei denen man nach gefahrenen Kilometern abgerechnet wird.
Weitere Kosten entstehen während der Nutzung nicht. Parkgebühren sowie die Kosten für Tanken, Versicherung und Steuer sind mit dem Nutzungspreis abgegolten. Zum Tanken liegen im Auto jeweils Tankkarten verschiedener Anbieter.

 

Das Angebot konzentriert sich auf den Innenstadtbereich

Das genutzte Auto kann man nach Fahrtende nahezu überall auf öffentlichen Parkflächen im Innenstadtbereich abstellen, ohne dass man sich über Gebühren weiter Gedanken machen muss. In Berlin umfasst dies (bis auf einige Ausnahmen) den gesamten Stadtbereich innerhalb des S-Bahnrings. Außerhalb dieses Bereichs kann man die Fahrzeuge zwar auch nutzen, allerdings kann man das Fahrzeug nach Fahrtende nicht abmelden, so dass die Nutzungszeit weiter läuft und Kosten entstehen.

 

Das Angebot des jeweiligen Carsharing-Anbieters ist auch in anderen Städten nutzbar

Ein besonderer Vorteil für mich ist, dass man das Fahrzeugangebot des jeweiligen Anbieters auch in anderen Städten nutzen kann. Wenn ich also beispielsweise in Hamburg bin, kann ich dort nach einer kurzen Aktivierung ebenfalls die dort verfügbaren Autos nutzen. Teilweise sind die Anbieter international tätig, so dass man auch in einigen europäischen Metropolen die dort verfügbaren Autos in Anspruch nehmen kann.

 

Carsharing ist für den kurzen Trip in der Innenstadt sinnvoll

Neben dem Spaß an den verschiedenen Fahrzeugmodellen und der unkomplizierten Nutzung werde ich auch weiter Carsharing (zusätzlich zum ÖPNV und meinem eigenen Auto) nutzen. In der Innenstadt empfinde es gerade bei One-Way-Fahrten (z.B. zum Bahnhof) als sehr nützlich, dass Auto einfach dort stehen lassen zu können. Dabei bin ich komfortabel und individuell unterwegs und muss weder auf Anschlüsse von Bus und Bahn warten, noch mein Gepäck über diverse Treppen schleppen.

Einen guten Überblick mit den großen Anbietern von Carsharing in Deutschland findest Du in diesem Beitrag von Chip.

 

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