In diesem Beitrag möchte ich mich keinem konkreten Auto widmen, sondern von meinem Besuch bei der New York Auto Show berichten. Ich war in diesem April in New York und habe durch Zufall mitbekommen, dass die Automesse in New York gerade stattfindet. Ich konnte natürlich nicht widerstehen und habe der Messe einen Besuch abgestattet. Für mich lag der Fokus auf den Modellen der amerikanischen Hersteller, die man in Deutschland nur selten bis gar nicht zu Gesicht bekommt. Über die Neuerungen der deutschen Hersteller haben schon viele berichtet, so dass ich hauptsächlich den amerikanischen Modellen meinen Beitrag widmen möchte.

Lincoln Continental war das Highlight auf der New York Auto Show

Besonders beeindruckt hat mich der Lincoln Continental auf der Automessse in New York – das Topmodell der Luxusmarke von Ford. Die große Limousine hat für meinen Geschmack nach den sehr ungewöhnlich geformten Vorgängermodellen inzwischen ein sehr gelungenes Design, das fast etwas italienisch wirkt. Als besonderes Designhighlight sind die in der Chromleiste unter den Seitenfenstern integrierten Türgriffe zu nennen.

Auch von innen macht der Wagen einiges her. Mit seinem für amerikanische Verhältnisse hochwertig verarbeiteten Innenraum, schicken Instrumenten und gelungen Farben hat mir der Wagen von allem, was ich dort gesehen habe, am besten gefallen.

Schade, dass dieses Modell vermutlich nie auf deutschen Straßen zu sehen wird.

Neuer Lincoln Navigator wurde vorgestellt

Nebem dem bereits vor zwei Jahren eingeführten Lincoln Continental war direkt nebenan der neue Lincoln Navigator zu sehen. Der Wagen beeindruckt schon durch seine enorme Größe und wäre für deutsche Straßen vermutlich viel zu unhandlich. Dennoch muss ich dem Wagen ein durchaus gefälliges Design bescheinigen. Leider werden wir auch dieses Modell nie auf unseren Straßen zu sehen bekommen.

eportage Messebericht New York International Auto Show

Chevrolet Bolt als amerikanische Version des Opel Ampera-E

Der ökologische Gegensatz zum Ford GT ist das Elektroauto Chevrolet Bolt, der Nachfolger des Chevrolet Volt. In Deutschland startet demnächst das Schwestermodell von Opel, der Ampera-E. Auf der Messe konnte ich mir vom Innen- und Außendesign einen ersten Eindruck verschaffen. Von Außen wirkt der Chevrolet durchaus wie ein modischer Kleinwagen, auch wenn er etwas höher aufbaut. Von Innen ist er mit hellen Tönen modern gestaltet, auch wenn die Materialqualität etwas zu wünschen übrig lässt. Der helle Kunststoff wirkte auf mich wenig hochwertig.

Cadillac CT6 macht in den USA den deutschen Premiumherstellern Konkurrenz

Am Cadillac-Messestand hatte ich Gelegenheit mir deren überarbeitetes Flagschiff, den CT6 genau anzusehen. Das Design ist inzwischen von den kleineren Modellen bekannt und folgt dem Trend der deutschen Premium-Hersteller, alle Modelle einem zum Verwechseln ähnlichem Design zu unterwerfen.

eportage Messebericht New York International Auto Show

Positiv überrascht war ich vom Innenraum. Hier hat mir die im Vergleich zu den deutschen Herstellern doch markante Formensprache, die das Außendesign fortführt, sehr gut gefallen.

Vielleicht wird Cadillac mit diesem Modell einen Angriff auf die etablierten Premiummarken auf dem deutschen Markt wagen. Es wäre im deutschen Straßenbild zumindest eine interessante Abwechslung.

Ford Expedition als weiterer großer SUV zu sehen

Eine weitere große Erscheinung auf der Automesse ist der neue Ford Expedition. Das Design des SUV wurde von Ford über die Jahre nur behutsam weiterentwickelt. Im Großem und Ganzen bleibt es aber ein für deutsche Verhältnisse überdimensionierter SUV, der sich in einreiht in die Liga von Cadillac Escalade und Lincoln Navigator.

Automesse New York Motor Show

Facelift des Ford Mustang erstmals auf einer Automesse zu sehen

An der Ecke des Ford-Messestandes war das Facelift vom Ford Mustang zu sehen. Leider noch als Vorserienmodell, so dass man sich nicht reinsetzen durfte. Das Design des aktuellen Modells wurde hier nur behutsam gestrafft und im wesentlich die Frontpartie etwas zugepfeilt. Im Innenraum habe ich beim Reinschauen kaum Änderungen entdeckt.

eportage Messebericht New York International Auto Show

Neuer Ford GT als Image-Träger

Ein faszinierendes Highlight war natürlich auch der neue Ford GT. Auch hier ist im Design noch der Urahn zu erkennen. Der Wagen wirkt inzwischen jedoch mit seiner zerklüfteten und sehr breiten Karosserie viel aggressiver. In einer der letzten Ausgaben der Auto Motor und Sport gibt es zu diesem 6-Zylinder-Boliden einen interessanten Fahrbericht.

Lexus LS mit aggressiverem Design

Neben den amerikanischen Herstellern gab es auf der Automesse ein weiteres Modell – allerdings aus Japan, dass mir in Erinnerung geblieben ist: Der neue Lexus LS. Dies ist eines der wenigen Fahrzeuge, dass man vermutlich auch bei uns zu sehen bekommen wird. Das Design orientiert sich jetzt stärker an dem der kleinen Modelle IS und GS. So erkennt man die zerklüftete Front mit großem Kühlergrill sowie die weit in den Koftlügel gezogenen Rückleuchten wieder. Das Design im Innenraum führt diese Linie fohrt und wirkt erfrischend anders.

Ich hoffe, mein kleiner Beitrag zur Automesse in New York hat euch gefallen. Bei den anderen amerikanischen Herstellern, wie Dodge, Chevrolet und Buick habe ich nicht viel Neues entdeckt. Viele Modelle sind bereits aus dem amerikanischen Straßenbild bekannt. Schaut Euch doch einfach mal selbst auf den Webseiten der Hersteller um.

 

Text: AS
Fotos: AS

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