Heute ist eine Klimaanlage in fast allen Fahrzeugklassen Standard und nicht mehr weg zu denken. Ich erinnere mich gut an die Zeit, als ich mit meinen Eltern in einem Auto ohne Klimaanlage unterwegs war. Obwohl im Sommer immer alle Fenster offen waren, war es dennoch im Inneren unerträglich heiß. Als dann irgendwann ein neues Auto mit Klimaanlage auf dem Hof stand, wollte ich im Sommer gar nicht mehr aussteigen.  Doch wie funktioniert eigentlich so eine Klimaanlage und aus welchen Einzelteilen besteht sie?

Funktionsweise der Klimaanlage

Die Klimaanlage ist ein Kreislauf aus mindestens fünf unterschiedlichen Bauteilen, indem ein synthetisches Kältemittel mit Hochdruck zirkuliert.
Das erste Bauteil des Kreislaufs ist der Klimakompressor, der vom Motor (über Riemen) angetrieben wird, dabei das gasförmige Kältemittel verdichtet und erhitzt.
Von dort strömt das Kältemittel weiter zum Kondensator an der Fahrzeugfront. Hier kühlt der Fahrtwind das durch den Kondensator strömende Kältemittel soweit ab, dass es sich verflüssigt. Am Kondensator ist zusätzlich ein Lüfter angebracht, der dafür sorgt dass auch bei stehendem Auto das Kältemittel abgekühlt werden kann.
Als nächstes trifft das flüssige Kältemittel auf den Trockner, wo unerwünschte Feuchtigkeit (Wasser) und Fremdstoffe zurückgehalten werden.
Danach fließt das Kältemittel in das Expansionsventil, dass wie eine Barriere wirkt. Da der Kompressor weiter den Druck im System hochhält, muss sich das flüssige Kältemittel durch das Expansionsventil in den Verdampfer pressen (analog zu einer Spraydose).

Techniklexikon Funktionsweise Klimaanlage

Der Verdampfer ist hinter dem Armaturenbrett verbaut und wird von der angesaugten Luft für den Innenraum durchströmt. Während die Luft nun den Verdampfer passiert, wird ihr durch das Kältemittel die Wärme entzogen. Das Kältemittel benötigt die Wärme um wieder in den gasförmigen Zustand übergehen zu können.
Das gasförmige Kältemittel wird nun aus dem Verdampfer wieder vom Kondensator angesaugt, wo der Kreislauf von neuem beginnt.

Sensorik für feinere Steuerung

Inzwischen sind die Klimaanlagen in modernen Autos komplexer geworden und enthalten heutzutage zahlreiche Sensoren. Diese werden einerseits dafür benötigt um die Anlage feiner für eine Klimaautomatik regeln zu können. Andererseits werden die Sensoren dafür genutzt die Klimaanlage bedarfsgerecht für einen möglichst geringen Kraftstoffverbrauch zu steuern. So beträgt bei eingeschalteter Klimaanlage der Mehrverbrauch (in Abhängigkeit von Außentemperatur, Fahrweise und Motor) zwischen 10% (Landstraße) und 20% (Stadt).

 

Text: AS
Foto: AS

Kommentiere diesen Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here