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Zwischen der Berichterstattung rund um die Pandemie treten andere Neuigkeiten in der in den Hintergrund. So treten mit Beginn des Jahres 2021 diverse Änderungen für Autofahrer in Kraft. Was sich für Autofahrer in 2021 ändert, erfährst Du im detailliert in diesem Bericht.

Benzin und Diesel werden teurer

Die ersten, die bereits tanken mussten, haben es sicherlich schon festgestellt. Im Vergleich zu 2020 sind Benzin und Diesel an den Tankstellen teurer geworden. Hintergrund ist dieses Mal nicht nur ein gestiegener Ölpreis, sondern der Emissionshandel im Zusammenhang mit dem Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). So wurde ein fester Preis für den Ausstoß von einer Tonne Kohlendioxid (CO2) auf 25 € festgelegt. Dieser Emissionspreis wird als Steuer nun in den Treibstoffpreisen berücksichtigt. So steigt deswegen der Preis für einen Liter Benzin um ca. 7 € und für Diesel um ca. 8 €. In Zukunft wird der Preis für den Ausstoß von Kohlendioxid auf 55 € je Tonne bis 2025 weiter angehoben, so dass deswegen mit weiteren Preiserhöhungen an Tankstellen zu rechnen ist.

KFZ-Steuer steigt für neue Autos mit hohem Spritverbrauch

Käufer eines neuen Autos mit hohem Verbrauch müssen nicht nur aufgrund höherer Kraftstoffpreise mehr bezahlen, sondern werden auch bei der KFZ-Steuer ab 2021 stärker belangt. So wird die CO2-Komponente bei der Ermittlung der KFZ-Steuer für Neufahrzeuge stärker berücksichtigt. Diese Änderung gilt also nur für alle Neufahrzeuge, die ab dem 01.01.2021 zugelassen werden.  

Verlängerung der Prämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride

Mit der Gesetzesänderung für die KFZ-Steuer wurde auch auf den Weg gebracht, dass die Förderung für die Anschaffung eines neuen Elektroautos oder eines Wagens mit Plug-in-Hybrid („Umweltprämie“) bis Ende 2021 verlängert wird. Neuwagenkäufer können also weiterhin die so genannte Umweltprämie beantragen.

Erhöhung der Pendlerpauschale

Trotz der Preiserhöhungen beim Sprit und den höheren KFZ-Steuern für Neuwagen erhalten Pendler auch Geld vom Staat zurück. So steigt ab 2021 ab dem 21. Kilometer die Pendlerpauschale von 0,30€/km auf 0,35€/km an – unabhängig vom Verkehrsmittel, dass für den Arbeitsweg genutzt wird.

Euro-6d-Temp wird durch Euro-6d-final ersetzt

Vielen Dieselfahrern ist die Abgasnorm Euro-6d-Temp ein Begriff. Sie galt bis vor kurzem als Richtschnur für ein schadstoffarmes Dieselauto. Inzwischen haben sich die Behörden auf die finale Abgasnorm Euro-6d-final geeinigt, wonach die Neuwagenflotte eines Herstellers im Durchschnitt nur noch 95 g CO2 je Kilometer ausstoßen darf. Wird dieser Wert von Autoherstellern nicht eingehalten, drohen empfindliche Geldstrafen. Natürlich bringt die Norm auch strengere Vorgaben für den Ausstoß von Stickoxiden (NOx) mit sich. Die neue Abgasnorm gilt ab 2021 verbindlich für alle Neufahrzeuge.

Ab 2021 dauert die Führerscheinprüfung etwas länger

Wer in 2021 plant seine praktische Führerscheinprüfung abzulegen, muss mit einer längeren praktischen Prüfung rechnen. So wird der Aufgabenkatalog für die Fahraufgaben erweitert und es wird ein elektronisches Prüfprotokoll angefertigt. Der Prüfling erhält auf Basis dieses Prüfprotokolls am Ende der Prüfung ein Feedbackgespräch. Dies soll für mehr Transparenz und Objektivität in der Prüfung sorgen.

Einschränkung auf Automatikfahrzeuge wird abgeschafft

Außerdem wird die Einschränkung für Automatikfahrer in der Fahrausbildung abgeschafft. Wer auf einem Automatikauto das Fahren lernt, erhält zukünftig eine uneingeschränkte Fahrerlaubnis und darf dann auch Schaltwagen fahren. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass er zehn Fahrstunden auf einem Auto mit Schaltgetriebe absolviert und die Fahrschule bescheinigt, dass der Fahrer einen Schaltwagen bewegen kann.

Umtausch des Führerscheins wird erforderlich

Im Rahmen von Vorgaben der Europäischen Union müssen ab 2021 sukzessiv alle bis zum 18.01.2013 ausgestellten Führerscheine sukzessiv umgetauscht werden. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass alle Führerscheine innerhalb der EU ein einheitliches Muster haben. Hierfür gibt es einen detaillierten Zeitplan, bis wann welcher Führerschein bei der zuständigen Behörde umzutauschen ist. Nähere Informationen findest Du auf den Seiten des Bundesverkehrsministeriums.

Kommt in 2021 der neue Bußgeldkatalog?

Eigentlich sollte schon 2020 der neue Bußgeldkatalog mit höheren Strafen für Raser und die Gefährdung von Radfahrern. Allerdings wurde die Reform gekippt, so dass bis auf weiteres wieder der alte Bußgeldkatalog gilt. Sofern sich jedoch Bund und Länder auf eine überarbeitete Reform verständigen können, ist in 2021 mit dem neuen Bußgeldkatalog zu rechnen.

Wie auch im meinem Bericht im vergangenen Jahr hoffe ich Dir einen Überblick gegeben zu haben, was sich in 2021 für Autofahrer ändert. Ich wünsche Dir jedenfalls eine gute und sichere Autofahrt.

Text: AS
Foto: AS

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