Mit dem Ford Edge fällt man auf deutschen Straßen schon auf. Schließlich ist der große SUV nur selten bei uns zu sehen. Mit viel Platz und ansprechender Optik bekommt man mit dem Ford Egde viel Geld fürs Auto. Während einer Ausfahrt konnte ich den großen Amerikaner mal genauer unter die Lupe nehmen. 

Ford war nach dem eher erfolglosen Maverick im Segment der Midsize-SUV lange nicht präsent. Seit einigen Jahren ist nun der in den USA gefertigte Ford Edge als Modell oberhalb des Kuga bei uns erhältlich. In diesem Fahrbericht schaue ich mir den Ford Edge mal genauer an.

Großer Auftritt von außen

Mit der bulligen Front, dem breiten Heck und der hohen Gürtellinie ist der Ford Edge schon eine Erscheinung. Der viele Chrom, die große Räder sowie die Kniffe und Kanten in der Karosserie wirken auf mich in Summe gefällig. Das Design nimmt dabei Anleihen bei den Pickups von Ford und wirkt sehr amerikanisch im Verglich zur heimischen Konkurrenz.

Ford Edge Titanium Fahrbericht

Die hohe und breite Karosserie ermöglicht im Innenraum komfortable Platzverhältnisse. Man sitzt angenehm hoch und hat vorn sowie hinten ausreichend Kopf- und Beinfreiheit. Der Kofferraum ist großzügig bemessen, so dass Reisegepäck für vier Personen locker Platz darin hat.

Der Innenraum ist modern amerikanisch eingerichtet

Im Innenraum outet ich der Ford Edge in Details als echter Amerikaner. So ist z.B. in der Mittelkonsole eine Steckdose verbaut, die mit dreipoligem Stecker dem Standard in den USA entspricht. Große Spaltmaße und eine zum Teil einfache Materialauswahl sind für mich ebenfalls Indizien für seine amerikanische Herkunft.

Ford Edge Titanium Fahrbericht

Dennoch gefällt mir die Gestaltung des Interieurs. So ist das Armaturenbrett ansprechend arrangiert und wirkt modern. Außerdem klappert nichts, so dass der Innenraum auf mich einen soliden Eindruck hinterlässt.

Das große Navigationssystem „Sync 3“ überzeugt mit guter Darstellung. Allerdings benötige ich bei der Bedienung etwas Eingewöhnungszeit, da sich mir die Menülogik nicht gleich erschließt. Der Touchscreen reagiert mir persönlich etwas zu träge.

Kultivierter Diesel und gediegenes Fahrverhalten

Kommen wir zum Antrieb. Der Vierzylinder-Diesel mit rund 210 PS überzeugt mit gutem Antritt und angenehmer Laufkultur. Die verbaute Start-Stopp-Automatik funktioniert gut und wirft den Motor sanft wieder an. In Summe harmoniert der 2,0-Liter-Diesel sehr gut mit dem Doppelkupplungsgetriebe „Ford PowerShift“. Dank Allradantrieb gibt es außerdem nur selten Traktionsprobleme.

Ford Edge Titanium Fahrbericht

Das Fahrwerk ist insgesamt komfortabel abgestimmt. Grobe Verwerfungen auf der Straße werden gut herausgefiltert. In Kurven sowie bei schnellen Fahrmanövern merkt man dem Wagen jedoch sein Gewicht und seine Größe an. Besonders in Kurven kommt die Karosserie ins wanken. Ich vermisse etwas das sportlich straffe Fahrverhalten, was ich von Focus und Fiesta kenne.

Der Ford Edge ist ein solider Typ

Im Ergebnis legt der Ford Edge für mich einen soliden Auftritt hin. Er bietet viel Platz, ansprechendes Design und gute Fahrleistungen zu einem akzeptablen Preis. Über die kleinen Verarbeitungsmängel und das gediegene Fahrverhalten muss man Lieb gewinnen.

Einen gebrauchten Ford Edge mit wenigen Kilometern erhältst Du bereits ab ca. 31.000,- €. Einen Marktüberblick kannst Du Dir wie immer mit meiner vorkonfigurierten Suche verschaffen.

Fahrleistungen des von mir gefahrenen Ford Edge Titanium

Motor:4-Zylinder-Dieselmotor
Kraftübertragung:6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (Allradantrieb)
Hubraum:1.997 cm³
max. Leistung:154 kW / 210 PS
Beschleunigung von 0-100 km/h:9,0 s
Durchschnittsverbrauch auf 100 km (kombiniert):5,9 l
Höchstgeschwindigkeit:211 km/h
Abmessungen (L x B x H):4.808 x 1.928 x 1.707 mm

 

Text: AS
Fotos: AS

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