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Der eigene berufliche Werdegang ist wie auch das Leben von Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Als Kind und Teenager hatte vermutlich jeder eine ganz genaue Vorstellung davon, wo er beruflich mal stehen möchte. Das Leben und die Realität haben dann jedoch eingegriffen und für einen anderen Weg gesorgt. Selten entwickelt sich alles so, wie man es sich vorstellt. Heute möchte ich über meine Berufswünsche schreiben und was daraus geworden ist.

Dieser Artikel fällt etwas aus dem Rahmen, da er nur am Rande etwas mit Autos zu tun hat. Anlässlich der Blogparade zum Thema „Berufswünsche“ von Anne und ihrem breakpoint-Blog möchte über meine bisherigen Berufswünsche schreiben und wie sich die Realität dann doch anders entwickelt hat, als ich es gedacht hätte. Fangen wir am besten von vorne an.

Erste Wahl war der Archäologe und später der Architekt

Als Kind hatte ich sowohl mit dem Internet als auch mit Blogs noch nichts am Hut. Wie auch – beides steckt in den 1990er Jahren noch in den Kinderschuhen. Stattdessen habe ich mich mit Videospielen (Tomb Raider), Fernsehen und Lego beschäftigt – wie viele meiner Freunde und Klassenkameraden auch. Entsprechend sahen meine Berufswünsche im Kindesalter mit etwa 12 Jahren aus.

Ich hatte mir Vorstellungen zu Recht gelegt entweder Archäologe oder später auch Architekt zu werden. Beides kam mir als heranwachsendes Kind unglaublich spannend vor. Zunächst ich sah mich als Archäologe in fremde Länder reisen und verborgene Schatzkammern entdecken. Später verfolgte ich eher meinen anderen Berufswunsch gedanklich und sah ich mich große Wolkenkratzer und Brücken entwerfen.

Als ich dann über Dokumentationen und Bücher langsam verstand, wie es wirklich als Archäologe oder Architekt ist zu arbeiten, verblasten langsam diese Wünsche. Die drohende Realität als Archäologe in Erdlöchern zu sitzen und zerbrochene Scherben auszugraben fand ich dann zunehmend weniger interessant. Auch der Beruf als Architekt mit den technischen Zeichnungen und dem Bauen von Modellen fand ich nicht mehr erstrebenswert.

Das Vorbild in der eigenen Familie: Einer der Berufswünsche war „Business Man“

Wie bei so vielen meiner Freunde sorgte die Pubertät dafür, dass sich die Interessen und auch die Vorlieben änderten und andere Berufswünsche auf einmal interessant erschienen. Im Vergleich zu anderen, die vom Job als Profifußballer oder vom Beruf als Ärztin träumten, blieb ich realitätsnäher und freundete mich mit Gedanken an einen Bürojob an. Menschen in Business Outfits flößten mir Respekt ein und ich wollte verstehen, wie sie arbeiten und womit sie ihr Geld verdienen. Irgendwann wollte ich zu ihnen gehören und einen schicken Anzug tragen sowie ein schickes Auto besitzen. Mein Cousin war seinerzeit ein großes Vorbild für mich. Er war erfolgreich, trug schicke Anzüge und fuhr ein großes Auto.

Ein BWL-Studium aufgepeppt mit Kraftfahrzeugtechnik folgte

Bis zum Ende der Schulzeit hat sich dieser Wunsch gehalten. So lag es dann nahe nach dem Abitur Betriebswirtschaft zu studieren. Wie gesagt, so getan: Zum nächsten Semester war ich immatrikuliert an einer Berliner Universität und begann tatsächlich BWL zu studieren. Ich hätte mir zu Beginn des Studiums nie träumen lassen, wie trocken und Zahlen lastig dieses Fach sein kann. Gott sei Dank gab es die Möglichkeit, die vielen Pflichtfächer durch Wahlfächer aufzupeppen und auch mal in andere Themenbereiche hineinzuhören. Als alter Autonarr wählte ich hier natürlich Fächer zum Thema Kraftfahrzeugtechnik, in denen ich meist der einzige Betriebswirt zwischen den ganzen Ingenieuren war. Dennoch habe ich über die Jahre tapfer durchgehalten und meinen Abschluss geschafft. 

Gerne hätte ich mit dem Abschluss in der Tasche meine Leidenschaft für Autos mit meinem Beruf verbunden. Leider musste ich feststellen, dass der Einstieg als Betriebswirt in die Automobilbranche nicht gerade leicht ist. Trotz unzähliger Versuche bin ich dann in einer ganz anderen Branche gelandet, von der ich nie gedacht hätte, dass ich dort mal arbeiten würde. So habe ich damals als Trainee bei einer Bank mein Berufsleben begonnen.

Als Banker begonnen und bis heute geblieben

Und da bin ich bis heute geblieben. Meine Faszination für einen Job im Büro ist geblieben und inzwischen tage ich regelmäßig Anzüge. Auch das eine oder andere schicke Auto konnte ich zwischendurch mein Eigen nennen. Selbst mit den Themen einer Bank konnte ich mich anfreunden und habe inzwischen sogar ein Interesse daran entwickelt.

Da ich noch über 30 Berufsjahre vor mir habe, bin ich gespannt, welche Erfahrungen ich noch machen werde und was sich beruflich noch alles ergeben wird. Bis dahin fröne ich meiner Leidenschaft für Autos weiter auf meinem Blog. 

Text: AS
Foto: pixabay.com / Free-Photos (CC0)

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1 Kommentar

  1. Toller Beitrag! Ich habe ebenfalls an der Blogparade teilgenommen und war überrascht zu sehen, dass auch andere schon früh den Wunsch haben Architekt oder Archäologe zu werden ;D

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