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Der Markt verlangt nach Autos in Offroad-Optik. Daher sind SUVs derzeit auch im VW Konzern Trumpf. In diesem Zusammenhang hat Skoda im vergangenen Jahr seine Modellpalette um diverse SUVs ergänzt. Einer davon ist der Skoda Kodiaq. Der Skoda Kodiaq RS bildet derzeit die Spitze an Ausstattung und Leistung des aktuellen Modellprogramms. Dies ist Grund genug ihn für einen Fahrbericht auf die Straße zu entführen.

Analog zur Marke VW erweitert auch Skoda derzeit sein Angebot an SUVs. Musste früher noch der Skoda Yeti alleine als SUV die Stellung im Modellprogramm halten, gibt es demnächst insgesamt drei unterschiedliche SUV-Modelle. Dazu zählen bereits der Skoda Karoq sowie der Skoda Kodiaq. Demnächst kommt noch der Skoda Karmiq dazu. Der Kodiaq ist dabei das größte SUV und baut auf der technischen Basis des VW Tiguan II auf.

Für ein tschechisches Auto überraschend auffällig gestylt

Optisch ist davon zunächst nichts zu erkennen. Der Skoda Kodiaq steht nicht nur erfreulich eigenständig auf der Straße, sondern in der RS-Ausstattung auch betont sportlich. Dazu gehören sowohl die Lackierung in „Race-Blau-Metallic“ als auch der in schwarz gehaltene Kühlergrill, die schwarze Dachrehling sowie die schwarzen Außenspiegel. Eigentlich gehören auch noch 20-Zoll-Alu-Felgen dazu. Aufgrund des Zeitpunktes meiner Ausfahrt waren jedoch Winterreifen mit kleineren Felgen montiert. Derartig ausstaffiert ist der Skoda Kodiaq ein echter Hingucker und fällt in dem Einerlei aus weißen, schwarzen und silbernen Autos ziemlich aus dem Rahmen.

Skoda Kodiaq RS Fahrbericht

Der Innenraum steht dem Äußeren in nichts nach. So erwarten den Fahrer zwei straff gepolsterte Sportsitze mit integrierten Kopfstützen. Die Sitze sind mit Leder, Alcantara und Kunstleder in Carbonoptik aufgepeppt. Der Fahrer blickt durch ein unten abgeflachtes Sportlederlenkrad mit roten Ziernähten auf Digitalinstrumente sowie auf ein sachliches Aramturenbrett mit Zierelementen in Carbonoptik.

Sportlichkeit und Nutzwert im Innenraum vereint

Skoda Kodiaq RS Fahrbericht

Auch wenn sich der Skoda Kodiaq RS sehr sportlich gibt, kann er auch mit nützlichen Details überzeugen. Dazu gehört zunächst das großzügige Raumangebot. Vorn und hinten finden Erwachsene großzügig Platz. Der Kofferraum bietet Stauraum von 725 bis 2.065 l (bei umgeklappten Sitzen). Damit schluckt er mehr als ein VW Tiguan Allspace oder ein VW Touareg (III). Typisch für Skoda bietet auch der Kodiaq den in den Fondtüren versteckten Regenschmirm sowie den Eiskratzer im Tankdeckel. Ein Detail, welches auch andere Autohersteller übernehmen sollten, ist der Türkantenschutz. Dabei fährt automatisch eine Kunststofflippe um die Türkante beim Öffnen und schützt benachbarte Autos in engen Parklücken vor Dellen.

Skoda Kodiaq RS Fahrbericht

Kraftvoller und kerniger Diesel

Jetzt muss der Skoda Kodiaq RS nur noch beim Fahren zeigen, ob er halten kann, was die Optik verspricht. Der Dieselmotor unter der Motorhaube kann mit seinen Daten zunächst überzeugen. Er presst aus zwei Litern Hubraum dank Bi-Turbo-Aufladung 239 PS sowie 500 NM und ist bereits aus dem VW Passat bekannt. Mit dieser Antriebskombination schafft der Kodiaq RS den Sprint von 0 auf 100 km/h in rund 7 Sekunden. Der Vortrieb endet bei 221 km/h. Damit ist der Skoda genauso schnell wie der bereits von mir gefahrene VW Touareg (III) mit V6-Dieselmotor.

Der Motor selbst gibt sich insbesondere beim Kaltstart sehr kernig und nagelt deutlich. Auch leichte Vibrationen sind im Innenraum spürbar. Hat sich der Diesel warm gefahren, gewinnt er an Laufruhe und -kultur. Die Kraftübertragung erfolgt überwiegend ruckfrei durch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Traktionsprobleme sind dank Allradantrieb nicht zu erwarten. Die Antriebskombination passt meiner Meinung nach gut zum sportlichen Charakter des tschechischen SUVs.

Skoda Kodiaq RS Fahrbericht

Fahrverhalten ohne Tücken

Das Fahrwerk trägt zum sportlichen Fahrverhalten ebenfalls bei. Dank adaptiver Dämpfer (DCC) lässt sich der Skoda Kodiaq RS per Knopfdruck sowohl sportlich als auch komfortabel bewegen. Für mich passt am besten der Normalmodus für den Alltag. Im Sportmodus gibt der SUV Stöße recht derb weiter – vermutlich wird das mit den großen Rädern noch deutlicher spürbar. Die Lenkung bietet angenehme Rückmeldung und lässt sich dennoch leicht bedienen. Beim Bremsen gibt sich der Tscheche erwartungsgemäß keine Blöße.

Attraktives Gesamtpaket

In Summe hat Skoda mit dem Kodiaq RS ein sehr überzeugendes Gesamtpaket auf die Räder gestellt. Der Wagen bietet für einen SUV sportliche Fahrleistungen und hohen Nutzwert in einer ansprechenden Verpackung. Dazu kommt noch ein attraktiver Preis. So sind junge gebrauchte Skoda Kodiaq RS mit wenigen Kilometern bereits ab rund 39.000,- € zu haben. Für einen gleichwertigen VW Tiguan (II) oder sogar einen Touareg (III) muss man deutlich mehr bezahlen. Einen Marktüberblick kannst Du Dir wie immer mit meiner vorkonfigurierten Suche verschaffen.

Leistungsdaten des von mir gefahrenen Skoda Kodiaq RS 2.0 TDI DSG

Motor:Vierzylinder-Dieselmotor
Kraftübertragung:Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe
(Allradantrieb)
Hubraum:1.968 cm³
max. Leistung:176 kW / 239 PS
Beschleunigung von 0-100 km/h:6,9 s
Durchschnittsverbrauch auf 100 km (kombiniert):6,3 l
Höchstgeschwindigkeit:221 km/h
Abmessungen (L x B x H):4.699 x 1.882 x 1.655 mm

Text: AS
Fotos: AS

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